Heiliger Josefmaria Escrivá. Gründer des Opus Dei
 

Montse Grases begegnet dem hl. Josefmaria

Am 27. April wurde die Promulgation des Dekretes über den heroischen Tugendgrad von Montse Grases (1941-1959), einer jungen Frau des Opus Dei, öffentlich bekannt gegeben. Der Heiligsprechungsprozess läuft seit dem Jahr 1962.

Montse besuchte Rom vom 11. bis zum 16. November 1958. Während dieser Tage hatte sie die Gelegenheit, dem hl. Josefmaria persönlich zu begegnen. Diese Begegnung wird von J.M. Cejas in seinem Buch "Montse Grases. La alegría de la entrega (Die Freude der Hingabe)" berichtet.

Jene Tage in Rom waren ohne Zweifel die glücklichsten ihres Lebens, trotz der körperlichen Schmerzen. Damit sie es wurden, hatte der Gründer eine Reihe von konkreten und präzisen Anweisungen gegeben. „Er wollte – so erinnert sich Martha Sepúlveda –, dass wir es schafften, ihr diese Tage so schön wie möglich zu gestalten und ihr in all ihren Wünschen zuvor zu kommen.“ Er hatte ihnen gesagt, "sie sollten ihre geheimsten Gedanken erraten".

Am Donnerstag, den 13. November, konnte sie den Vater treffen. Montse wollte für diese Begegnung ihre schönsten Kleider anziehen. Der Vater – so erzählte Encarnita Ortega – fragte sie nach der Fahrt, nach ihren Eltern und Geschwistern. Er bedankte sich bei ihr für zwei Exemplare vom Weg, die sie in Barcelona persönlich eingebunden hatte. Er sagte ihr, sie solle Gott um Heilung bitten, denn die Gesundheit sei eine gute Sache, und sie solle ihm versprechen, immer treu zu sein, wenn er sie ihr schenkte. Aber sie solle auch hinzufügen, dass sie ganz und gar seinen Willen annahm. Der Vater sagte ihr, er wünsche ihre Heilung und er betete, damit es ihr wieder besser gehe, obwohl auch er den Willen Gottes annahm.

Er schenkte ihr einen Rosenkranz und eine Medaille. Dann wollte er, dass man von ihnen beiden ein Photo machte. Danach – so fuhr Encarnita fort – gingen wir zum Esszimmer der Villa. Der Vater zog seine Sonnenbrille an, um zu verbergen, wie bewegt er war, und sagte, er würde ihr jetzt den Segen geben. Montse machte eine Geste, als wolle sie sich hinknien, aber der Vater ließ es nicht zu. Er legte ihr die Hände auf den Kopf und machte ihr anschließend das Kreuzzeichen auf die Stirn. Als er ihr den Segen gab, sagte er außerdem: „Meine Tochter, du hast viele Beschwerden und wirst sie weiterhin haben, aber du opferst sie auf für deine Eltern, für deine Geschwister, für das Werk und für mich, nicht wahr?“ Als er dann hinausging, drehte er sich an der Tür noch einmal um und schaute einige Sekunden liebevoll auf diese seine Tochter.


Kurzbiographie von Montse
María Monserrat Grases - kurz Montse genannt - wurde am 10. Juli 1941 als zweites von neun Kindern in Barcelona geboren.
1954 lernte sie das Opus Dei kennen und verstand nach und nach seine Botschaft vom göttlichen Ruf an alle Christen, sich in ihrem Beruf und in ihrer Familie zu heiligen. Als sie klar erkannte, dass Gott sie auf diesen Weg in der katholischen Kirche rief, bat sie am 24. Dezember um die Aufnahme ins Opus Dei, nicht ohne vorher viel gebetet und um Rat gefragt zu haben. Von da an bemühte sie sich immer entschlossener darum, in ihrem Alltag in enger Verbindung mit Christus zu leben, sein Leben zu betrachten, ihn in der Eucharistie zu verehren und auch die Andacht zu seiner Mutter Maria in ihren Lebensplan einzubeziehen. Alle Zeugen jener Jahre erinnern sich an ihren Kampf um Demut und konkrete Dienstbereitschaft.

Im Junio 1958 diagnostizierte man bei ihr einen forgeschrittenen Tumor im Oberschenkelknochen des linken Beines (Sarcoma of Ewing. Ihre Leidenszeit dauerte neuen Monate, während denen sie so lange wie möglich versuchte, ein normales Leben zu führen, und die immer stärker werdenden Schmerzen mit außergewöhnlicher Gelassenheit, Stärke und Ergebung in den Willen Gottes annahm und ertrug.

Sie starb am Gründonnerstag, den 26. März 1959. Sie wurde nicht einmal 18 Jahre alt.

Gebet um Fürsprache von Montse:
Gebetszettel

Interview mit dem Postulator des Seligsprechungsverfahrens von Montse Grases


http://www.de.josemariaescriva.info/artikel/montse-grases-und-der-heilige-josefmaria