Fragen und Antworten zum Glauben

Was ist ein Engel?

Stichwörter: Engel, Asketischer Kampf, Jahr des Glaubens
Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
Matthäus 4, 6

1. Ist die Existenz der Engel eine Glaubenswahrheit? Wer sind sie?

Dass es geistige, körperlose Wesen gibt, die von der Heiligen Schrift für gewöhnlich ,,Engel" genannt werden, ist eine Glaubenswahrheit. Das bezeugt die Schrift ebenso klar wie die Einmütigkeit der Überlieferung.

Der hl. Augustinus sagt: "'Engel' bezeichnet das Amt, nicht die Natur. Fragst du nach seiner Natur, so ist er ein Geist; fragst du nach dem Amt, so ist er ein Engel: seinem Wesen nach ist er ein Geist, seinem Handeln nach ein Engel" (Ps 103,1,15). Ihrem ganzen Sein nach sind die Engel Diener und Boten Gottes. Weil sie, wie Christus selbst sagt, "beständig das Antlitz meines Vaters sehen, der im Himmel ist", sind sie "Vollstrecker seiner Befehle, seinen Worten gehorsam", wie die Heilige Schrift an anderer Stelle erklärt.

Die Engel wurden von Gott aus einer freien Willensentscheidung geschaffen, sie sind rein geistige Geschöpfe, haben Verstand und Willen, sind personale und unsterbliche Wesen. Sie überragen alle sichtbaren Geschöpfe an Vollkommenheit.
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 328-330

Das Geheimnis betrachten
Durch die Gemeinschaft der Heiligen wird allen Christen die Gnade jeder heiligen Messe zuteil, ganz gleich, ob sie in Anwesenheit von Tausenden gefeiert wird, oder ob vielleicht nur ein Kind, noch dazu zerstreut, dem Priester die Messe dient. Immer vereinigen sich Himmel und Erde, um zusammen mit den Engeln Gottes einzustimmen: Sanctus, Sanctus, Sanctus... Mein Lobpreis verbindet sich mit dem der Engel, denn ich weiß, dass sie mich umgeben - die Dreifaltigkeit anbetend -, wenn ich die heilige Messe feiere.
Christus begegnen, 89

Die christliche Überlieferung zeigt uns die Schutzengel als große Freunde des Menschen, von Gott an seine Seite gestellt, damit sie ihn auf seinen Wegen begleiten. Deshalb empfiehlt sie uns ihren Umgang und rät uns, bei ihnen unsere Zuflucht zu suchen.
Christus begegnen, 63

2. Welche Aufgaben haben sie in der Heilgeschichte in bezug auf die Menschen?
Sie sind da, seit der Welterschaffung und im Laufe der ganzen Heilsgeschichte; sie künden von ferne oder von nahe das Heil in und dienen dem göttlichen Plan, es zu verwirklichen. Sie schließen das irdische Paradies ab, gebieten der Hand Abrahams Einhalt, führen das Gottesvolk, kündigen Geburten und Berufungen an, stehen den Propheten bei, um nur einige Beispiele zu nennen. Schließlich erscheint der Engel Gabriel, um die Geburt des Vorläufers und die Geburt Jesu selbst anzukündigen.

Von der Menschwerdung bis zur Himmelfahrt ist das Leben des fleischgewordenen Wortes von der Anbetung und dem Dienst der Engel umgeben. Ihr Lobgesang bei der Geburt Christi - "Ehre sei Gott..." klingt im Lobpreis der Kirche weiter. Sie beschützen Jesus im Kindesalter, dienen ihm in der Wüste, stärken ihn in der Todesangst im Garten Getsemani. Die Engel sind es auch, die die frohe Botschaft der Menschwerdung und der Auferstehung Christi verkünden. Bei der Wiederkunft Christi, die sie ankündigen, werden sie ihn begleiten und ihm bei seinem Gericht dienen.
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 332-333
"Die Verkündigung", von Fray Angélico

Das Geheimnis betrachten
Seien wir Menschen des Friedens, Menschen der Gerechtigkeit, verwirklichen wir das Gute! Dann wird der Herr für uns nicht Richter sein, sondern Freund, Bruder, die Liebe.
Mögen uns die Engel Gottes auf diesem irdischen Weg - der ein Weg der Freude ist - begleiten. Vor der Geburt unseres Erlösers, schreibt der heilige Gregor der Große, hatten wir die Freundschaft der Engel verloren. Die Erbsünde und unsere täglichen Sünden hatten uns von der leuchtenden Reinheit entfernt... Doch seit dem Augenblick, da wir unseren König wieder anerkannt haben, haben uns auch die Engel wieder als Mitbürger anerkannt.
Und da der König des Himmels unser irdisches Fleisch annehmen wollte, fühlen sich die Engel von unserer Erbärmlichkeit nicht länger abgestoßen. Sie wagen es nicht, diese Natur, die sie anbeten und in der Person des Königs des Himmels gepriesen sehen, geringer als ihre eigene zu schätzen. Und sie halten es für durchaus angemessen, im Menschen einen Gefährten zu sehen.
Christus begegnen, 187

Hier liegt die erstaunliche Kühnheit des christlichen Glaubens: Er verkündet den Wert und die Würde der menschlichen Natur.
Der christliche Glaube verengt nicht den Geist, er beschneidet seine Impulse nicht, sondern steigert sie, da er ihren wahren und ursprünglichen Sinn enthüllt: Wir sind nicht zu irgendeiner Glückseligkeit bestimmt, sondern wir sind gerufen worden in das Innenleben Gottes hinein, um Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist zu erkennen und zu lieben, und im dreieinigen Gott alle Engel und alle Menschen.
Hier liegt die erstaunliche Kühnheit des christlichen Glaubens: Er verkündet den Wert und die Würde der menschlichen Natur und versichert, daß wir durch die Gnade, die uns zum Übernatürlichen erhebt, erschaffen wurden, um zur Würde der Kinder Gottes zu gelangen. Wahrhaftig eine unglaubliche Kühnheit, wäre sie nicht begründet im Heilsplan Gottes des Vaters, besiegelt durch das Blut Christi und bekräftigt und ermöglicht durch das ständige Wirken des Heiligen Geistes.
Christus begegnen, 133
"Die Krönung Mariens", von Fray Angélico

Der Herr kommt ohne Pomp, von allen unerkannt. Auf Erden haben nur Maria und Josef an diesem göttlichen Abenteuer teil. Und dann die Hirten, denen die Engel die Kunde bringen, und schließlich die Weisen aus dem Morgenlande. So geschieht die grundlegende Tat, die Himmel und Erde, Gott und Mensch vereint.
Christus begegnen, 18

3. Sind alle Engel gut?
Hinter der Entscheidung unserer Stammeltern zum Ungehorsam steht eine verführerische widergöttliche Stimme, die sie aus Neid in den Tod fallen lässt . Die Schrift und die Überlieferung der Kirche erblicken in diesem Wesen einen gefallenen Engel, der Satan oder Teufel genannt wird. Die Kirche lehrt, dass er zuerst ein von Gott erschaffener guter Engel war. ,,Die Teufel und die anderen Dämonen wurden zwar von Gott ihrer Natur nach gut geschaffen, sie wurden aber selbst durch sich böse" (4. K. im Lateran 1215: DS 800).

Die Schrift spricht von einer Sünde der gefallenen Engel. Ihr "Sündenfall" besteht in der freien Entscheidung dieser geschaffenen Geister, die Gott und sein Reich von Grund auf und unwiderruflich zurückwiesen. Wir vernehmen einen Widerhall dieser Rebellion in dem, was der Versucher zu unseren Stammeltern sagte: "Ihr werdet sein wie Gott" (Gen 3,5). Der Teufel ist "Sünder von Anfang an" (1 Joh 3,8), "der Vater der Lüge" (Joh 8,44).

Wegen des unwiderruflichen Charakters ihrer Entscheidung und nicht wegen eines Versagens des unendlichen göttlichen Erbarmens kann die Sünde der Engel nicht vergeben werden. ,,Es gibt für sie nach dem Abfall keine Reue, so wenig wie für die Menschen nach dem Tode."
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 391-393

Eine der traditionellen Darstellungen des Erzengels Michael, der den Teufel besiegt.
Eine der traditionellen Darstellungen des Erzengels Michael, der den Teufel besiegt.
Das Geheimnis betrachten
Der Teufel hat mit hinterhältiger Absicht das Alte Testament zitiert: Der Herr wird seine Engel zum Schutze des Gerechten befehlen, damit sie wachen über ihn auf allen seinen Wegen. Aber Jesus weigert sich, den Vater zu versuchen, und gibt der biblischen Stelle ihre wahre Bedeutung wieder. Als die Stunde kommt, erscheinen die Boten des Vaters und dienen Ihm als Lohn für seine Treue.
Es lohnt sich, genauer darauf zu achten, wie der Satan unserem Herrn gegenüber auftritt: Er argumentiert mit den Texten der Heiligen Schrift, verdreht ihren Sinn und verstellt ihn in blasphemischer Weise. Jesus lässt sich jedoch nicht täuschen: Zu gut kennt das fleischgewordene Wort Gottes das Wort, das zur Erlösung, und nicht zur Verwirrung und zur Verdammnis der Menschen geschrieben wurde. Wer durch die Liebe mit Jesus vereint ist - so können wir daraus schließen -, wird sich nie durch eine trügerische Auslegung der Heiligen Schrift hinters Licht führen lassen. Hinter dem Versuch, das christliche Gewissen mit Hilfe von Begriffen, die aus der ewigen Weisheit stammen, zu verwirren und aus Licht Finsternis zu machen, wird er gleich die geübte Hand des Teufels sehen.
Christus begegnen, 63

Das ist dein Werk, du Apostel des Widersinns: Du führst den Namen Christi in deinem Munde, folgst Ihm aber nicht in deinem Tun; du blendest durch gleißende Helligkeit, hast aber kein Licht; du hast keine wärmende Liebe, die Sorge um die Fremden täuschst du vor, der Deinen aber achtest du nicht. Denn ein Lügner bist du, und die Lüge ist ein Kind des Teufels...
Du arbeitest für den Teufel und verwirrst die Jünger in der Nachfolge des Herrn... Heute trägst du nicht selten Siege davon - aber wehe dir, morgen, wenn unser Freund, der Tod, dich heimsucht und dich der Richter, den du niemals hast betrügen können, richtet!
Herr: bewahre mich vor diesem Widersinn! Bewahre mich!
Im Feuer der Schmiede, 1019

4. Welche Macht hat der Teufel?
Die Macht Satans ist jedoch nicht unendlich. Er ist bloß ein Geschöpf; zwar mächtig, weil er reiner Geist ist, aber doch nur ein Geschöpf: er kann den Aufbau des Reiches Gottes nicht verhindern. Satan ist auf der Welt aus Hass gegen Gott und gegen dessen in Jesus Christus grundgelegtes Reich tätig. Sein Tun bringt schlimme geistige und mittelbar selbst physische Schäden über jeden Menschen und jede Gesellschaft. Und doch wird dieses sein Tun durch die göttliche Vorsehung zugelassen, welche die Geschichte des Menschen und der Welt kraftvoll und milde zugleich lenkt. Dass Gott das Tun des Teufels zulässt, ist ein großes Geheimnis, aber ,,wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt" (Röm 8,28).
Man muss sich entscheiden. Es geht nicht, dass in unserem Leben jene zwei Kerzen brennen, die - nach dem Volksmund - jeder Mensch besitzt: eine für den heiligen Michael und eine andere für den Teufel. Wir müssen die Kerze des Teufels auslöschen, wir müssen unser ganzes Leben in Brand stecken, damit es sich im Dienst am Herrn verzehre.
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 395

Das Geheimnis betrachten
Wie dumm scheint der Teufel zu sein - sagtest du. Ich begreife seinen Stumpfsinn nicht: Immer dieselben Täuschungsmanöver, immer dieselben Lügen...
Du hast recht. Aber wir Menschen sind noch dümmer, lernen es nicht, durch fremden Schaden klug zu werden... Damit rechnet er, um uns zu versuchen.
Die Spur des Sämanns, 150

Ich könnte besser werden, ich könnte entschlossener sein, ich könnte mehr Elan haben... Warum nur bring ich’s nicht zuwege?
Weil du - entschuldige meine Offenheit - ein Dummkopf bist. Der Teufel weiß ganz genau, dass eines der am schwächsten bewachten Tore zur Seele das Tor der menschlichen Eitelkeit ist. Gegen das stürmt er jetzt mit aller Kraft an: mittels deiner gefühlsduseligen Erinnerungen, der krankhaften Komplexe, ein schwarzes Schaf zu sein, der fixen Idee vom vermeintlichen Mangel an Freiheit...
Worauf wartest du noch, um das Wort des Meisters zur Kenntnis zu nehmen: Wachet und betet, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde?
Die Spur des Sämanns, 164

Hindernisse? - Gelegentlich gibt es sie wirklich. - Aber manchmal erfindest du sie aus Bequemlichkeit oder Feigheit. Der Teufel ist äußerst geschickt bei der 'Verpackung' von Gründen, die Arbeit sein zu lassen! Er weiß genau, dass Müßiggang aller Laster Anfang ist.
Die Spur des Sämanns, 505

Man muss sich entscheiden. Es geht nicht, dass in unserem Leben jene zwei Kerzen brennen, die - nach dem Volksmund - jeder Mensch besitzt: eine für den heiligen Michael und eine andere für den Teufel. Wir müssen die Kerze des Teufels auslöschen, wir müssen unser ganzes Leben in Brand stecken, damit es sich im Dienst am Herrn verzehre. Wenn unser Bemühen um Heiligkeit aufrichtig ist und wir fügsam genug sind, uns der Hand Gottes anzuvertrauen, wird alles gut gehen. Denn Er ist immer bereit, uns seine Gnade, und besonders in dieser Zeit die Gnade einer neuen Bekehrung, einer Besserung unseres christlichen Lebens zu schenken.
Christus begegnen, 59

5. Wie helfen die Engel im Leben der Kirche und im Leben jedes Menschen?
Bis zur Wiederkunft Christi kommt die geheimnisvolle, mächtige Hilfe der Engel dem ganzen Leben der Kirche zugute. In ihrer Liturgie vereint sich die Kirche mit den Engeln, um den dreimal heiligen Gott anzubeten [Vgl. MR, ,,im Hosanna des Sanctus".]; sie bittet um deren Beistand [So im ,,Supplices te rogamus . ..,, des römischen Hochgebetes, im ,,In paradisum deducant te angeli ...,, der Bestattungsliturgie und auch im ,,Cherubinischen Hymnus" der Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus] und feiert insbesondere das Gedächtnis gewisser Engel (der heiligen Michael, Gabriel und Raphael und der heiligen Schutzengel).
Ausschnitt aus der
Ausschnitt aus der "Verkündigung" von Fray Angélico

Von der Kindheit an bis zum Tod umgeben die Engel mit ihrer Hut und Fürbitte das Leben des Menschen. ,,Einem jeden der Gläubigen steht ein Engel als Beschützer und Hirte zur Seite, um ihn zum Leben zu führen" (Basilius, Eun. 3,1). Schon auf dieser Erde hat das christliche Leben im Glauben an der glückseligen Gemeinschaft der in Gott vereinten Engel und Menschen teil.
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 334-336

Contemplar el misterio
Trinke aus der klaren Quelle der Apostelgeschichte. Im zwölften Kapitel begibt sich Petrus, durch die Hilfe der Engel aus dem Kerker befreit, zum Hause der Mutter des Markus. Sie wollen der Dienstmagd nicht glauben, als sie versichert, dass Petrus an der Tür sei. »Angelus eius est.« Es ist sicher sein Engel, sagten sie.
Beachte, wie selbstverständlich für die ersten Christen der Umgang mit den Schutzengeln war.
Und für dich?
Der Weg, 570
Wenn du dich bedrängt fühlst, wenn du große oder kleine Schwierigkeiten hast, dann bete zu deinem Schutzengel: Er wird vor Gottes Angesicht deine Sorgen lösen oder dir wirksame Hilfe zukommen lassen.

Der heilige Schutzengel begleitet uns ständig, er ist ein Kronzeuge unseres Tuns. Im persönlichen Gericht nach deinem Tode wird er all die kleinen Aufmerksamkeiten bezeugen, die du im Verlauf deines Lebens dem Herrn aus Liebe erwiesen hast. Mehr noch: Wenn du wegen der furchtbaren Anklage des Feindes befürchtest, verloren zu gehen, dann wird dein Engel all jene tiefen Regungen deines Herzens - die du vielleicht schon vergessen hattest - und all die Zeichen der Liebe bezeugen, die du Gott dem Vater, Gott dem Sohn, Gott dem Heiligen Geist gewidmet hattest.
Vergiss also deinen Schutzengel niemals! Und dieser machtvolle Himmelsfürst wird auch dich niemals vergessen, weder jetzt noch in jener entscheidenden Stunde.
Die Spur des Sämanns, 693

Es wäre vermessen zu verlangen, dass die Engel uns gehorchen... Wohl aber haben wir die Gewissheit, dass sie uns immer hören.
Im Feuer der Schmiede, 339

Wenn du dich bedrängt fühlst, wenn du große oder kleine Schwierigkeiten hast, dann bete zu deinem Schutzengel: Er wird vor Gottes Angesicht deine Sorgen lösen oder dir wirksame Hilfe zukommen lassen.
Im Feuer der Schmiede, 931

Der Umgang mit den Engeln will gelernt sein. Wende dich jetzt an sie, sag deinem Schutzengel, dass das gnadenbringende Wasser der Fastenzeit nicht spurlos an deiner Seele vorübergeflossen ist, dass es deine Seele ganz durchdrungen hat, weil dein Herz zerknirscht ist. Bitte sie, deinen guten Willen vor den Herrn zu tragen, diesen guten Willen, den die Gnade aus unseren Erbärmlichkeiten keimen ließ wie eine Blume aus dem Dunghaufen. Sancti Angeli, Custodes nostri: defendite nos in proelio, ut non pereamus in tremendo iudicio. Heilige Schutzengel, verteidigt uns im Kampfe, auf dass wir im Schreckensgericht nicht zugrunde gehen.
Christus begegnen, 63

Ich bitte den Herrn darum, dass wir uns hier auf Erden niemals vom göttlichen Wanderer trennen. Festigen und vertiefen wir deshalb auch unsere Freundschaft mit den heiligen Schutzengeln. Wir alle haben Begleitung nötig: Begleitung des Himmels und der Erde. Verehrt die heiligen Engel! Eine Freundschaft besitzen, das ist sehr menschlich, aber auch sehr göttlich, genauso wie unser Leben göttlich und menschlich zugleich ist. Erinnert ihr euch an das Wort des Herrn? Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde . Er lehrt uns, Vertrauen zu den Freunden Gottes zu haben, die bereits im Himmel wohnen, und zu den Mitmenschen um uns; und auch zu denen, die sich - wie es scheint - von Gott abgewandt haben, denn wir wollen sie auf den guten Weg zurückführen.
Freunde Gottes, 315