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Thailand: Taufen, Firmungen und Hochzeiten

27 Mai 2005

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“Am Sonntag feierte ich die heilige Messe und erzählte aus dem Leben des heiligen Josemaría. Alle sind sehr zufrieden mit ihrem neuen Schutzpatron.” (Vater Alain)

Im Nordwesten von Thailand, in der Nähe der Grenze zu Burma, in den Bergen, wo die Karens-Stämme leben, gibt es jetzt eine Kapelle, die der Muttergottes und dem heiligen Josemaría geweiht ist.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle den Brief des französischen Priesters, Vater Alain, der die Kapelle eingeweiht hat, an seine französischen Freunde, die dieses Projekt unterstützt haben.


Liebe Freunde,

Es ist so weit! Ich habe sie gesegnet, und damit ist sie nun ganz fertig. Ich schicke euch ein paar Fotos, damit ihr euch überzeugen könnt. Alle finden sie wunderbar ..., na, mal sehen, was ihr in Chaville darüber denkt! Alles ist an seinem Platz, die Muttergottes und auch der heilige Josemaría. Noch haben wir keinen Tabernakel, da es hier nur wenige Getaufte gibt, und niemand bisher weiß, was Anbetung bedeutet.

Am Samstag morgen habe ich die Kaelle gesegnet. Am Vorabend sind wir alle in einem Haus zusammengekommen, um zu spielen, zu singen und Katechismus-Unterricht. Es regnete vom Himmel hoch, so daß wir zu Fuß den Berg hochsteigen mußten: drei Stunden Fußmarsch. Aber es war ein gelungenes thailändisches Fest. Drei Ferkel wurden geschlachtet!

Viele Leute aus der Umgebung sind zur Messe gekommen, Christen und auch viele Nicht-Christen. Die Messe war wunderschön. Alle waren um die Kapelle versammelt, der Generalvikar segnete die Säulen – das Heiligtum ist nämlich auf Pfeilern gebaut – und schnitt das Band durch. Dabei applaudierten wir wie verrückt. Danach segnete er die Glocke und wir sprachen ein Gebet. Anschließend läutete er diese Glocke zum ersten Mal. Dabei applaudierten wir auch, aber weniger stark, denn uns taten schon die Hände weh vom vielen Applaudieren. Danach öffnete der Generalvikar feierlich die Türen und wir traten ein. Das Lied, das wir dabei sangen, hörte sich ein wenig wie Pop-Musik an – wegen der Gitarrenbegleitung.

Endlich fand dann die heilige Messe statt. 14 Personen wurden getauft, einige gefirmt, zwei Familien, die Baptisten waren, wurden in die katholische Kirche aufgenommen, und am Ende gab es noch zwei Hochzeiten. Alles in allem waren wir überglücklich.

Am Nachmittag ging das Feiern weiter. Nachts hielten wir alle zusammen eine Gebetswache, auf die wieder ein Katechismus-Unterricht folgte. Am Sonntag feierte ich die heilige Messe und erzählte aus dem Leben des heiligen Josemaría. Alle sind sehr zufrieden mit ihrem neuen Schutzpatron.

In der Umgebung des Dorfes gibt es viele Familien, die sich für das Christentum interessieren. Der Bau einer Kirche macht natürlich Mut. Was für eine Herausforderung für uns Christen! Der Glaube der Bewohner ist noch neu und entsprechend schwach. Also weiter beten! Es macht uns etwas Angst, denn dem Teufel gefallen solche frohen Feiern nicht, aber im Letzten ist der Heilige Geist immer stärker als er. Ein Katechet besucht sie häufig, und ich lese einmal im Monat die Messe für sie.

Vielen Dank für all eure Hilfe. Am Tag der Einweihung haben wir für euch gebetet. Vielen Dank, daß ihr es möglich gemacht habt, daß diese Leute jetzt einen heiligen Ort haben, einen Ort der Gegenwart Gottes unter ihnen. Solltet ihr noch mehr Wohltäter kennen, die bereit sind, Kapellen zu bauen – vier sind noch geplant! Also noch einmal vielen vielen Dank!

Der Maler Gary Chu aus Hong-Kong, Buddhist und großer Verehrer des heiligen Josefmaria, hat das Bild gemalt. Die Kapelle wurde am 15. Mai 2004 eingeweiht.