Aus seinem Geist
Strathmore College

Diese Situation bewegte den Gründer des Opus Dei, Berufspädagogen nach Nairobi zu schicken, um dort eine Schule zu gründen. Er überließ ihnen die Entscheidung bezüglich des Schultyps, den sie an Ort und Stelle für besonders notwendig erachten würden, aber er bestand auf einer Bedingung: Welche Schulform auch immer sie wählten, sie mußte rassenübergreifend sein, ungeachtet der Hindernisse und Vorurteile, auf die sie bei den zuständigen Behörden stoßen und der tief verwurzelten Gewohnheiten, denen sie in der Bevölkerung begegnen würden.
„Unser Herr Jesus Christus ist gekommen, um seine Botschaft des Friedens und des Lebens allen Menschen zu bringen. Er wandte sich nicht ausschließlich an die Reichen oder die Armen, nicht nur an die Klugen oder die Einfältigen. Er wandte sich an uns alle wie an Geschwister, denn als Kinder desselben Vaters sind wir Brüder und Schwestern. Es gibt also nur eine Rasse, die Rasse der Kinder Gottes. Es gibt nur eine Farbe, die Farbe der Kinder Gottes. Und es gibt nur eine Sprache, die ohne den Lärm von Worten zum Herzen und zum Verstand spricht, uns Gott erkennen und die anderen Menschen lieben läßt.“

Das Motto von Strathmore College (was in Afrika der amerikanischen high-school entspricht) ist „Ut omnes unum sint“, das heißt, „Lass alle eins sein“. Das dazugehörige Emblem zeigt drei Herzen. Sie stellen die Idee des harmonischen Zusammenlebens, unabhängig von Rasse oder Religionszugehörigkeit, dar und symbolisieren gleichzeitig die gemeinschaftliche Arbeit von Eltern, Schülern und Lehrern, welche die Schule kennzeichnet.
Heutzutage sind fast alle Lehrer geborene Kenianer, einige von ihnen sind ehemalige Schüler. Das Schulgebäude verfügt über einen gut ausgerüsteten naturwissenschaftlichen Trakt, über Computerräume, Sportplätze und eine große Bibliothek, die Nahrung für viele zukünftige Intellektuelle bietet.
Ein Tutor für jeden Schüler
“Damit die Schüler ihre Persönlichkeit voll entfalten können, muss die Familie in den Erziehungsprozess eingebunden werden“, erklärt Charles Sotz, der Schuldirektor. Aus diesem Grund führen die Eltern regelmäßig Gespräche mit den Lehrern und stehen in beständigem Gedankenaustausch über konkrete Erziehungsfragen. Im Verlauf eines Schuljahres erhalten sie sechs Zeugnisse, die sie über den Leistungsstand ihrer Kinder informieren.

Viele Leute sind überrascht, wenn sie erfahren, dass es in Strathmore keine „prefects“ (von der Schule eingesetzte Gruppenführer) gibt, wie dies in den meisten kenianischen Schulen der Fall ist. So fördert Strathmore College die Selbstverwaltung der Schüler. Auch über den Sport werden die Führungsqualitäten der Jungen entwickelt; z.B. wählen die Schüler jedes Jahr selbst ihre Mannschaftsführer. Diese betreuen nicht nur ihr Team während der Wettkämpfe, sondern sprechen auch regelmäßig mit den Lehrern über schulinterne Angelegenheiten. Dieser freiheitliche Geist, welcher den christlichen Grundsätzen der Erziehungsarbeit in Strathmore entspringt, trägt entscheidend zur Entfaltung jeder Schülerpersönlichkeit bei.

Als Strathmore College sein 25jähriges Bestehen feierte, hatte die Schule einen Ehrengast: Moi, der damalige Präsident von Kenia, nahm an den Feierlichkeiten zum Jahrestag teil.
Weitere Informationen: www.strathmorefoundation.org
Deutsch







Gebet
RSS
YOUTUBE