Heiliger Josefmaria
Seine Botschaft

Der Schlüssel für Krisenzeiten

Stichwörter: Optimismus, Heiligkeit
Ein Geheimnis. - Ein offenes Geheimnis: es gibt Weltkrisen, weil es an Heiligen fehlt.
Gott wünscht eine Handvoll »seiner« Leute in jeder menschlichen Tätigkeit. - Dann... »pax Christi in regno Christi« - der Friede Christi im Reich Christi.
Der Weg, 301

Es sind nötig...
Rechtschaffene Männer und Frauen, die fähig sind, mit Aufgeschlossenheit die Situationen zu meistern, vor die sie das Leben stellt, ihren Mitmenschen zu dienen und an ihrem Ort in der Gesellschaft ihren Beitrag zur Lösung der drängenden Menschheitsprobleme zu leisten.
Christus begegnen, 28

Menschen, die Gutes tun
Was ist zu tun? Wie ich sagte, geht es mir nicht darum, soziale oder politische Krisen noch kulturelle Krankheitssymptome aufzuzeigen. Ich spreche hier vom Bösen aus der Sicht des christlichen Glaubens: vom Bösen als Beleidigung Gottes. Das christliche Apostolat ist weder ein politisches Programm noch eine kulturelle Alternative: Es will die Ausbreitung des Guten, es wird getragen von dem ansteckenden Verlangen zu lieben, es will Frieden und Freude verbreiten. Aus einem solchen Apostolat werden ohne Zweifel allen Menschen Güter des Geistes zufließen: mehr Gerechtigkeit, größeres Verständnis, mehr Achtung der Menschen untereinander.

Wir dürfen für die Menschen kein Hindernis auf ihrem Wege zum ewigen Heil sein. Wir sind verpflichtet, durch und durch Christen zu sein, heilig zu werden, weder Gott noch die Menschen, die von uns Christen Beispiel und Lehre erwarten, zu hintergehen.
Christus begegnen, 124

Menschen, die aus dem Glauben leben
Erlaubt mir, daran zu erinnern, dass nicht diejenigen unsere Welt retten werden, die das Leben des Geistes betäuben wollen, indem sie alles auf wirtschaftliche Probleme oder das materielle Wohlergehen reduzieren. Nein, es werden die sein, die an Gott und das ewige Leben des Menschen glauben und die Wahrheit Christi als Licht aufnehmen, das ihrem Tun und ihrem Verhalten Orientierung gibt. Denn der Gott unseres Glaubens ist kein fernes Wesen, dem das Schicksal der Menschen gleichgültig wäre. Er ist ein Vater, der seine Kinder glühend liebt, ein Schöpfer, der sich in Liebe für seine Geschöpfe verausgabt. Er hat dem Menschen das große Privileg verliehen, lieben zu können und so zu überschreiten, was vergänglich und vorübergehend ist.(16)
Reden über die Universität. Die Verpflichtung zur Wahrheit (9.5.1974)

Es ist noch nicht alles verloren
Es stimmt nicht, dass die Menschen von heute - im allgemeinen, insgesamt - verschlossen oder gleichgültig wären für alles, was der christliche Glaube über Schicksal und Sein des Menschen lehrt; es ist nicht wahr, dass der Mensch unseres Zeitalters nur an das Irdische denkt und den Himmel vergisst. Auch wenn es nicht an in sich verschlossenen Ideologien und deren Verfechtern fehlt, finden wir in unserer Zeit neben Gemeinheit große Ideale, neben Feigheit Heroismus, neben Enttäuschung Sehnsucht; es gibt Menschen, die von einer neuen, gerechteren und menschlicheren Welt träumen, und Menschen, die, vielleicht aus Enttäuschung über das Scheitern ihrer ursprünglichen Ideale, zu egoistischer Ruhe Zuflucht nehmen oder dem Irrtum verhaftet bleiben.
Christus begegnen, 132

Jede Generation von Christen muss ihre eigene Zeit erlösen und heiligen. Hierzu müssen sie die Sorgen ihrer Mitmenschen verstehen und teilen, damit sie ihnen mit der Sprachengabe näher bringen können, wie sie auf das Wirken des Heiligen Geistes und auf den stets überfließenden Reichtum des göttlichen Herzens antworten können. Uns Christen fällt in unserer Zeit die Aufgabe zu, der Welt, in der wir sind und leben, die Botschaft des Evangeliums zu verkünden, die alt und zugleich immer neu ist.
Christus begegnen, 132

Das Ideal ist hoch... zu hoch?
Heilig sein heißt so leben, wie unser Vater im Himmel es will. Ihr werdet einwenden, das sei schwierig. Ja, das Ideal ist sehr hoch. Aber gleichzeitig ist es leicht: es liegt in Reichweite. Wenn jemand krank wird, kommt es manchmal vor, dass man das richtige Medikament nicht findet. Ganz anders ist es im Übernatürlichen; die Medizin ist immer nahe: Jesus Christus, gegenwärtig in der heiligen Eucharistie, der uns darüber hinaus seine Gnade in den anderen Sakramenten schenkt, die er für uns eingesetzt hat.

Wiederholen wir in Worten und Werken: Herr, ich vertraue auf Dich, mir genügt Deine allgemeine Vorsehung, Deine tägliche Hilfe. Nicht große Wunder sollen wir von Gott erbitten - warum auch? -, wohl aber, dass Er unseren Glauben vermehre, unseren Verstand erleuchte und unseren Willen stärke. Jesus bleibt immer bei uns und verhält sich als der, der Er ist.

Selbst in den Augenblicken, da wir unsere Begrenztheit besonders eindringlich spüren, können und müssen wir zu Gott dem Vater, Gott dem Sohn und Gott dem Heiligen Geist aufschauen, denn wir sind Teilhaber am göttlichen Leben. Niemals gibt es einen berechtigten Grund zurückzublicken : Der Herr steht an unserer Seite. Wir müssen treu und loyal sein, unseren Pflichten nachkommen und in Jesus die Liebe und den Ansporn dazu finden, die Fehler der anderen zu verstehen und unsere eigenen Fehler zu überwinden. Und so wird selbst noch alle Verzagtheit - deine, meine und die aller Menschen - das Reich Christi tragen helfen.
Christus begegnen, 160

Entscheide dich, den Willen Gottes anzunehmen
Man muss sich entscheiden. Es geht nicht, dass in unserem Leben jene zwei Kerzen brennen, die - nach dem Volksmund - jeder Mensch besitzt: eine für den heiligen Michael und eine andere für den Teufel. Wir müssen die Kerze des Teufels auslöschen, wir müssen unser ganzes Leben in Brand stecken, damit es sich im Dienst am Herrn verzehre. Wenn unser Bemühen um Heiligkeit aufrichtig ist und wir fügsam genug sind, uns der Hand Gottes anzuvertrauen, wird alles gut gehen. Denn Er ist immer bereit, uns seine Gnade, und besonders in dieser Zeit die Gnade einer neuen Bekehrung, einer Besserung unseres christlichen Lebens zu schenken.
Christus begegnen, 59

Eine nie versagende Liebe
Maria ist Mutter, Tochter, Braut Gottes und unsere Mutter: Wende dich ihr zu und bitte sie, sie möge von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit mehr Gnaden für dich erwirken: die Gnaden des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Reue. So werden die heftigen, eisigen Winde, die manchmal alles, was im Leben eines Menschen blüht, zum Welken zu bringen scheinen, nicht verhindern können, dass deine Seele aufblüht - wie auch die deiner Brüder.
Im Feuer der Schmiede, 227