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Im Film schlägt die Mutter des Gründers den Namen „Opus Dei“ vor. War das so? Welche Rolle spielte die Mutter des hl. Josefmaria überhaupt auf seinem Weg?

Stichwörter: Familie Escrivá, Opus Dei, Film
Frage von Rossella Miranda - Italien

Das Unternehmen zu dem sich der hl. Josefmaria seit 1928 gerufen fühlte, kam ohne Namen zur Welt. Er wusste, dass es ein göttliches Werk war und nannte es deshalb oftmals „das Werk Gottes” oder einfach ohne weitere Hinzufügung „das Werk“. Anfang der 30er Jahre fragte ihn eines Tages sein damaliger geistlicher Leiter, der Jesuit P. Valentin Sánchez, in freundschaftlichem Ton: „Wie geht es denn diesem Werk Gottes?” Von da an verstand Josefmaria, dass dies wirklich der Name dieser apostolischen Initiative sein sollte, die ihm anvertraut war. Zunächst gebrauchte er fast 40 Jahre lang nur den spanischen Ausdruck, später aber aufgrund bestimmter Umstände auch das lateinische Wort „Opus Dei“. Als er zum Beispiel im Februar 1941 um die erste kanonische Approbation bat, erbat er sie für „das Opus Dei“, nicht für das „Werk Gottes“.

Dass die Mutter des hl. Josefmaria sich besonders für die lateinische Version des Namens eingesetzt haben soll, ist eine phantasievolle Deutung, die nicht der Wirklichkeit entspricht. Sie trägt wohl der Tatsache Rechnung, dass sie in den 30er Jahren entscheidend dazu beitrug, einige dem Opus Dei eigenen Charakteristika besonders auszuformen. In ihrer Wohnung in Madrid und durch ihre anziehende mütterliche Fürsorge zur Verfügung machte das Werk seine ersten Entwicklungsschritte.

Außerdem waren ihr Beispiel und ihre Ratschläge besonders wichtig für die Bildung des hl. Josefmaria selbst gewesen. Von ihr lernte er zum Beispiel eine Maxime, die er später im Verlauf seines ganzen Lebens häufig wiederholt hat: „Schämen muss man sich nur, wenn man sündigt.“

Antwort von
Alfredo Méndiz

Historisches Institut Heiliger Josefmaria