StartseiteDokumentationFragen und Antworten Am Ende sieht Manolo einen Sinn im Leiden. Was bringt ihn zu dieser Erkenntnis? Welchen Sinn hat denn das Leiden, wenigstens für ihn?
Dokumentation
Zum Film "There be dragons"

Am Ende sieht Manolo einen Sinn im Leiden. Was bringt ihn zu dieser Erkenntnis? Welchen Sinn hat denn das Leiden, wenigstens für ihn?

Stichwörter: Schmerz, Liebe, Familie, Vergebung
Frage von Paula – España

Roland Joffé, Produzent und Regisseur des Films, erklärt in einem Interview, das er der Zeitschrift "Mundo cristiano" gab die verschiedenen Positionen, die die zwei Hauptakteure auf Grund der Erziehung, die sie erhalten haben, gegenüber dem Leiden einnehmen.

„Ich denke, es ist von zentraler Bedeutung, die Kinder mit Liebe zu umgeben, aber sie müssen gleichzeitig auch mit der Realität des Lebens konfrontiert werden. Sie müssen den Tod kennen lernen und die Gefahren des Lebens müssen für sie erfahrbar werden. Ihnen alles leicht zu machen ist gefährlich. Die Eltern der hl. Josefmaria halfen ihm liebevoll, der Geißel des Todes und des Leidens ins Gesicht zu sehen. Sie wiesen ihn nicht zurecht, weil er sich gegen den Tod seiner Schwestern auflehnte; vielmehr umfingen sie ihn mit noch mehr Liebe. Manolo dagegen hat so etwas nie erlebt, seine Eltern halfen ihm nicht, sich den Schwierigkeiten, auf die er im Leben treffen würde, zu stellen. Ob es uns gefällt oder nicht, so ist doch ein großer Teil unseres Lebens mit Schmerz verbunden. Wenn wir die Kinder von allem Leiden fernhalten, werden sie am Ende keine Widerstandskraft haben. Halten wir nicht letztlich das Leben von ihnen fern? Wenn sie wir sie dagegen lehren, sich dem Leid zu stellen und ihnen die Waffen zeigen, die sie haben, um stark zu sein, bringen wir ihnen definitiv bei, wie sie den Tunnel durchqueren können. Die Liebe ist die Antwort auf alles.“

Man könnte also sagen, dass es die Sorge Manolos um seinen Sohn Roberto ist, die seine veränderte Haltung begründet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er in ihm nur das Resultat all seiner durchlittenen Schmerzen gesehen. Erst seine Bitte um Vergebung macht ihn zu einem wirklichen Vater, und daraufhin versteht er auch, dass sein Leiden nicht absurd war, weil es gut ist, dass es Roberto gibt.

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www.josemariaescriva.info