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Heiliger Josefmaria
Seine Botschaft

Schon jetzt lieben wir den Papst, wer immer es sei

Stichwörter: Papst
Einen Tag nach der Wahl von Franziskus I., an den kaum jemand gedacht hatte und der wohl den meisten Katholiken unbekannt ist, lohnt es sich, mit dem hl. Josefmaria über die bedingungslose Liebe zum Heiligen Vater als dem Stellvertreter Christi nachzudenken.

“Ich möchte auf die anstehende Papstwahl zurückkommen. Meine Söhne, ihr wisst, dass wir den Heiligen Vater sehr gern haben. Nach Jesus und Maria lieben wir von ganzem Herzen den Papst, wer immer es sein mag. Daher lieben wir auch schon jetzt den Papst, der gewählt wird, und sind entschlossen, mit unserem Leben in seinem Dienst zu stehen.

Betet und opfert Gott alles auf, selbst Augenblicke des Vergnügens. Selbst das opfern wir Gott für den kommenden Papst auf, wie wir auch jeden Tag die Messe aufgeopfert, wie wir ... selbst das Atmen Gott dargebracht haben.”
Worte des hl. Josefmaria 1958. Brief des Prälaten des Opus Dei, März 2013

Opfere das Gebet, die Sühne, die Arbeit für dieses Anliegen auf: "Ut sint unum!" - auf daß alle Christen eines Willens, eines Herzens, eines Geistes sind und damit wir alle, eng verbunden mit dem Papst, zu Jesus gelangen durch Maria: "Omnes cum Petro ad Iesum per Mariam!"
Teile ich mit Christus seinen Eifer für die Seelen? Bete ich für diese Kirche, der ich angehöre und in der mir eine besondere Aufgabe zukommt, die niemand an meiner Statt erfüllen kann? In der Kirche sein ist schon viel, aber es ist nicht genug.
Im Feuer der Schmiede, 647

Was niemand an meiner Stelle tun kann
Es ist Zeit, daß wir uns fragen: Teile ich mit Christus seinen Eifer für die Seelen? Bete ich für diese Kirche, der ich angehöre und in der mir eine besondere Aufgabe zukommt, die niemand an meiner Statt erfüllen kann? In der Kirche sein ist schon viel, aber es ist nicht genug. Wir müssen selbst Kirche sein, denn unsere Mutter darf uns niemals etwas Fremdes, Äußerliches, unseren tiefsten Gedanken Fernes sein.
Loyal zur Kirche, 33

An der Kirche zweifeln...heißt an Gott selbst zweifeln
Es kann dahin kommen, daß wir den Menschen mißtrauen - ja, jeder muß sich selbst mißtrauen und den Tag mit einem mea culpa, mit einem tiefen und aufrichtigen Reueakt beschließen; aber wir haben nicht das Recht, Gott zu mißtrauen. Und es hieße, an Gott zweifeln, und es wäre mangelnder Glaube an das Gekommensein des Heiligen Geistes, würden wir die Kirche, ihren göttlichen Ursprung und die Heilsmächtigkeit ihrer Verkündigung und ihrer Sakramente in Zweifel ziehen.
Christus begegnen, 131

Christsein
Über alle Fehler und alle Beschränktheit des Menschen hinweg ist die Kirche - ich wiederhole es - das Zeichen und im gewissen Sinne - wenn auch nicht im strengen Sinne der dogmatischen Definition über die sieben Sakramente des Neuen Bundes - Sakrament: das Ursakrament der Gegenwart Gottes in der Welt. Christsein bedeutet, aus Gott wiedergeboren sein und zu den Menschen gesandt sein, um ihnen das Heil zu verkünden. Hätten wir einen starken, lebendigen Glauben und würden wir mit Kühnheit Christus verkünden, dann sähen auch unsere Augen Wunder, Wunder wie damals zur apostolischen Zeit.
Christus begegnen, 131

Dein innerer Antrieb, die Kirche zu lieben, ist stark, und er wird um so stärker, je mehr sich andere anstrengen, sie zu beschmutzen. - Mir erscheint das ganz natürlich; denn die Kirche ist deine Mutter.
Die Spur des Sämanns, 354

Es wird sicherlich auch unter Katholiken laue Christen geben oder zumindest solche, die im Umgang gelegentlich diesen Eindruck erwecken. Wenn du daran Anstoß nimmst, so zeigt das nur, daß du das menschliche Elend verkennst - auch dein eigenes. Und außerdem ist es ungerecht und illoyal, wegen der Schwächen einiger weniger Christus und seiner Kirche am Zeug zu flicken.
Die Spur des Sämanns, 367

Wer immer es sei...
Wir müssen die Kirche und den Papst, wer immer das auch sein mag, sehr lieben. Bittet den Herrn darum, dass unser Dienst wirksam ist für seine Kirche und für den Heiligen Vater.
Salvador Bernal, Aufzeichnungen über das Leben des Gründers des Opus Dei

Das Meer ist etwas bewegt... Es wird sich schon beruhigen, habt keine Sorge! Auch als Jesus im Schiff saß, schien es unterzugehen. Aber das Schiff Petri geht nicht unter! Hl. Josemaría, 26. Juni 1975
Darstellung des Heiligen Geistes über der Kathedra im Petersdom. Rom.
Darstellung des Heiligen Geistes über der Kathedra im Petersdom. Rom.
Salvador Bernal, Aufzeichnungen über das Leben des Gründers des Opus Dei

Gegen das geistige Altwerden
Treue. Für mich bedeutet aggiornamento vor allem Treue. Jemand ist ein um so besserer Ehegatte, Verwalter oder Soldat, je treuer er in jedem Augenblick in den verschiedensten Situationen des Lebens zu den festen Bindungen der Liebe und der Gerechtigkeit steht, die er einmal eingegangen ist. Diese feinfühlige, praktisch gelebte und beständige Treue ist schwer, so wie jede Anwendung von Grundsätzen schwer ist. Sie ist jedoch auch das beste Mittel gegen geistiges Altwerden, Kälte des Herzens und Starrköpfigkeit im Denken.

Ganz das Gleiche gilt für das Leben der Institutionen und in besonderer Weise für das Leben der Kirche, der ja nicht beschränkte, menschliche Pläne zu Grunde liegen, sondern der Ratschluß Gottes. Die Erlösung, das Heil der Welt, ist die Frucht der liebevollen und kindlichen Treue Christi zum Willen des himmlischen Vaters, der ihn gesandt hat, und zusammen mit Christus ist sie auch das Werk unserer Treue. Daher bedeutet aggiornamento der Kirche heute, wie zu jeder anderen Epoche, im wesentlichen ein erneuertes, freudiges Ja des Volkes Gottes zu der Sendung, die es erhalten hat, zum Evangelium.
Gespräche, 1