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Eine Novene, um Arbeit zu finden

10 November 2010

Stichwörter: Gebet, Arbeit, Verehrung
Interview mit Dr. Francisco Faus

Der hl. Josefmaria mit Dr. Francisco Faus und Álvaro del Portillo
Der hl. Josefmaria mit Dr. Francisco Faus und Álvaro del Portillo
Dr. Francisco Faus, Priester der Prälatur Opus Dei, wurde 1931 in Barcelona geboren. An der Universität von Barcelona machte er den Doktor in Jura und promovierte in Kirchenrecht an der Universität des hl. Thomas von Aquin in Rom. 1955 wurde er zum Priester geweiht und lebt seit 1961 in São Paulo (Brasilien), wo er theologische und geistliche Bildungsveranstaltungen für Studenten und Berufstätige hält. Seiner geistlichen Führung sind auch Priester und Seminaristen anvertraut. Er hat verschiedene Bücher zu Themen der Spiritualität geschrieben.

Was hat Sie veranlasst, die Arbeitsnovene zum hl. Josefmaria Escrivá zu schreiben?

Das habe ich im Grunde aus Liebe zum hl. Josefmaria getan, mit dem ich zwei Jahre lang (von Oktober 1953 bis Juli 1955) in Rom unter einem Dach leben durfte, wahrhaftig eine unschätzbare Gnade. Später, Mai-Juni 1974, bin ich ihm auch in Brasilien begegnet. Diese kindliche Zuneigung zu dem, den ich immer als Vater – er war ja für uns alle „der Vater“ – angesehen habe, und die Andacht, die ich wie Millionen anderer Menschen zu ihm pflege, hat mich dazu gebracht, diese – und noch zwei weitere Novenen (für Kranke und für die Familie) – zu schreiben, im Gedanken daran, dass sie auf volkstümliche, einfache und nachvollziehbare Weise viele mit der Botschaft des hl. Josefmaria vertraut machen und ihnen seine Fürsprache erlangen könnte.

War die schnelle und weite Verbreitung der Arbeitsnovene eine Überraschung für Sie?

Oh ja! Besonders nachdem ich Anfragen bekam, sie auf verschiedene Sprachen (wie englisch, französisch, spanisch usw.) übersetzen zu lassen. Ich merkte dann auch, dass die Texte der Novenen auf den Webseiten des hl. Josefmaria und des Opus Dei von enorm vielen Menschen aufgesucht werden, natürlich auch auf der website, wo ich meine Gedanken, Schriften etc. veröffentliche.
Das zeigt meines Erachtens ganz deutlich, dass man den hl. Josefmaria nur kennen muss, um ihn auch zu lieben, auf ihn zu vertrauen und viele Gnaden von Gott zu erhalten. Gott gebe, dass diese kleinen Gebetsnovene durch seine Fürsprache vielen hilft.

Erhalten Sie viele Nachrichten über Gebetserhörungen durch diese Novene?

Allerdings. Ich kenne wohl auch durch meine Arbeit als Priester unglaubliche Fälle. Hier ein Beispiel: Während eines Einkehrabends, den ich kürzlich für Berufstätige gehalten habe, erzählte mir ein arbeitsloser junger Architekt, frisch verheiratet und mit einem kleinen Kind, dass sein Arzt ihm die Arbeitsnovene gab (er selbst hatte noch nie vom hl. Josefmaria gehört). Am dritten Tag erhielt er ein Angebot für eine unerwartete, vorzügliche Arbeit, die seither noch zugenommen hat. Er war glücklich und dem hl. Josefmaria sehr dankbar. Natürlich auch seinem Arzt, der diese apostolische Initiative gehabt hatte, und dem hl. Josefmaria für die Hilfe, sein christliches Leben neu in Angriff zu nehmen.

Sie haben den Gründer des Opus Dei persönlich gekannt. Hatten Sie den Eindruck, an der Seite eines Heiligen zu sein?
Das Buch von Dr. Franciso Faus über seine Begegnungen mit dem hl. Josefmaria
Das Buch von Dr. Franciso Faus über seine Begegnungen mit dem hl. Josefmaria

Ja, wie ich in meinem Buch über Zusammenkünfte mit dem hl. Josefmaria in Rom, Spanien und besonders Brasilien geschrieben habe, war ich in der Tat immer der festen Überzeugung, an der Seite eines Heiligen zu sein.

Was hat der hl. Josefmaria den Priestern von heute zu sagen?
Er hat den Priestern vieles gesagt und auch viel für sie geschrieben, was jeden Tag mehr seine Aktualität erweist. Denn er hatte einen erleuchteten Glauben und eine ganz klare Sicht von dem, was in der Berufung und Sendung des Priesters wesentlich und überzeitlich ist – sicher beides ein Gottesgeschenk. Seine Hellsichtigkeit wird immer klarer und hilft immer mehr Priestern in dem Maß, als der Schatten der Krise, der Zweifel und Verwirrungen, der in den letzten Jahrzehnten über der Priesterberufung lag, langsam vorübergeht. Das kann ich mit Fug und Recht behaupten, denn eine meiner vornehmlichsten Aufgaben ist die Betreuung von Diözesanpriestern.

Dr. Francisco Faus
Dr. Francisco Faus
Der Gründer des Opus Dei wurde nicht müde, den Priester als „Mann der Liebe“ zu bezeichnen, der von Gott bevorzugt erwählt und – wie alle Heiligen – zur Heiligkeit berufen ist, und zwar gerade durch die Ausübung seines Dienstes, eben der priesterlichen „Arbeit“.

Kennzeichen jedes Priesters sollte sein: eine große Liebe zur Eucharistie, eine wirklich verrückte Liebe zu Gott, die sich zeigt und erhält durch die hl. Messe, die eucharistische Anbetung, das Gebet vor dem Tabernakel usw.; eine innige Beziehung der Freundschaft zu Christus; Hunger nach einem vertieften Verständnis des Wortes Gottes, eine kindliche Liebe zur Muttergottes, und als Frucht des Glaubens eine große Liebe zur Kirche, die ihrerseits folgende Merkmale aufweist: echte Zustimmung zum Lehramt und Gehorsam dem eigenen Bischof gegenüber; eine selbstlose und dienstbereite Widmung an alle Menschen ohne Ausnahme, die ein Spiegelbild der Hingabe Christi für uns ist; usw.

Das ist nur ein kurzgefasstes Bild dessen, was den Priester auszeichnen sollte. Gott sei dank haben wir Veröffentlichungen des hl. Josefmaria wie die Homilie Priester auf ewig, die die Botschaft dieses Heiligen ausgezeichnet darstellt.


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