Fragen und Antworten zum Glauben

Wer ist der Heilige Geist?

Stichwörter: Heiliger Geist, Gebet, Heiligste Dreifaltigkeit
Am Pfingstfest feiert die Kirche die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel? Wer ist der Heilige Geist? Wie war sein Kommen? Wie wirkt er im Leben der Christen? Welches sind die Gaben des Heiligen Geistes?

1. Wie fand das Ereignis der Herabkunft des Heiligen Geistes statt?
Lukas erzählt es in den ersten beiden Kapiteln der Apostelgeschichte. Vor der Himmelfahrt hatte Jesus den Jüngern geboten: „Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt. Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.“

Einige Tage später – erzählt Lukas weiter – , „befanden sich alle am gleichen Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden.“

An diesem Tag offenbarte sich die Heiligste Dreifaltigkeit in ihrer ganzen Fülle. Seither steht das Reich, das Christus verkündet hat, jedem, der glaubt, offen.

Der Heilige Geist kommt in Form von Feuerzungen auf Maria und die Apostel herab. Ausschnitt aus dem Gemälde <i>Pfingsten</i>, El Greco
Der Heilige Geist kommt in Form von Feuerzungen auf Maria und die Apostel herab. Ausschnitt aus dem Gemälde Pfingsten, El Greco
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Lukas berichtet auch, dass viele Menschen, die das Zeugnis des Petrus über die Auferstehung Christi gehört hatten, näher kamen und fragten: Was sollen wir tun, Brüder? Der Apostel antwortete: Bekehrt euch, und ein jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden: dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. An jenem Tag - so schließt der Bericht - wurden etwa dreitausend Menschen in die Kirche aufgenommen.

Mit der Schilderung der Geschehnisse an jenem Pfingsttage, an dem der Heilige Geist in der Gestalt von Feuerzungen auf die Jünger des Herrn herabkam, läßt uns die Apostelgeschichte jene gewaltige Äußerung der Macht Gottes erleben, die am Anfang des Weges der Kirche in die Nationen steht. Damals offenbarte sich mit göttlicher Klarheit der Sieg über Tod und Sünde, den Christus durch seinen Gehorsam, sein Kreuzesopfer und seine Auferstehung errungen hatte.
Christus begegnen, 127

Ein sicherer Weg zur Demut besteht darin zu betrachten, wie wir - obgleich wenig begabt, unbekannt und unvermögend - dennoch zu wirksamen Werkzeugen werden können, wenn wir den Heiligen Geist um seine Gaben und seinen Beistand bitten. Drei Jahre lang hatte Jesus die Apostel unterwiesen; trotzdem liefen sie bestürzt vor den Feinden Christi davon. Nach Pfingsten jedoch waren sie fähig, Geißelung und Kerker zu erdulden, und schließlich opferten sie ihr Leben zum Zeugnis für ihren Glauben.
Die Spur des Sämanns, 283

Hilf mir, ein neues Pfingsten zu erflehen, das die Erde von neuem entzündet.
Die Spur des Sämanns, 213

2. Wer ist der Heilige Geist?
Der Heilige Geist ist einer der drei Personen der Dreifaltigkeit. Er ist Gott mit dem Vater und dem Sohn und empfängt mit ihnen dieselbe Anbetung und Verherrlichung, wie das Glaubensbekenntnis es seit ältesten Zeiten bekennt. Mit dem Vater und dem Sohn eines Wesens, lässt er sich weder im inneren Leben der Dreifaltigkeit noch als Gabe der Liebe für die Welt von ihnen trennen. Die Kirche betet die lebendigmachende, wesensgleiche und untrennbare heiligste Dreifaltigkeit an; ihr Glaube bekennt jedoch auch, dass sich die Personen voneinander unterscheiden. Wenn der Vater sein Wort sendet, dann sendet er stets auch seinen Hauch - es ist eine gemeinsame Sendung, in der der Sohn und der Heilige Geist sich voneinander unterscheiden, aber nicht voneinander trennen lassen. Christus erscheint, das sichtbare Bild des unsichtbaren Gottes, aber es ist der Heilige Geist, der ihn offenbart.
Katechismus der Katholischen Kirche, 687-689

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Das Herz kann dann gar nicht mehr anders, als jede einzelne der drei göttlichen Personen zu kennen und anzubeten. Das ist für die Seele wie eine neue Entdeckung im übernatürlichen Leben, so wie ein kleines Kind nach und nach die Welt entdeckt. Die Seele hält liebende Zwiesprache mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist; sie unterwirft sich gern dem Wirken des lebenspendenden Trösters, der, ganz ohne unser Verdienst, in uns Einzug hält und uns die übernatürlichen Gnadengaben und Tugenden schenkt.
Freunde Gottes, 306

Die Jünger, bereits Zeugen der Herrlichkeit des Auferstandenen, empfingen nunmehr die Kraft des Heiligen Geistes, ihr Verstand und ihr Herz öffneten sich einem neuen Licht.
Die Jünger, bereits Zeugen der Herrlichkeit des Auferstandenen, empfingen nunmehr die Kraft des Heiligen Geistes, ihr Verstand und ihr Herz öffneten sich einem neuen Licht. Sie waren Christus gefolgt und hatten im Glauben seine Lehre angenommen, aber nicht immer vermochten sie diese Lehre ganz zu erfassen: noch musste der Geist der Wahrheit kommen, der sie in die volle Wahrheit einführen würde. Sie wussten, dass sie nur in Jesus Worte ewigen Lebens finden konnten, sie waren auch bereit, Ihm zu folgen und für Ihn das Leben hinzugeben, aber sie waren schwach und, als die Stunde der Prüfung kam, waren sie geflohen, hatten sie Ihn allein gelassen. Am Pfingsttag war all dies vorüber: Der Heilige Geist, der Geist der Stärke, hat ihnen Standhaftigkeit, Sicherheit und Kühnheit gegeben. Auf den Straßen und Gassen Jerusalems hört man das mutige und gewinnende Wort der Apostel.
Christus begegnen, 127

3. Welches ist der Eigenname des Heiligen Geistes?
Der Ausdruck „Geist“ gibt das hebräische Wort „Ruach“ wieder, das zunächst Hauch, Luft, Wind bedeutet. Andererseits sind „Geist“ und „heilig“ göttliche Eigenschaften, die den drei göttlichen Personen gemeinsam sind. Die Schrift, die Liturgie und die Sprache der Theologie verbinden die beiden Begriffe, um die nicht in Worte zu fassende Person des Heiligen Geistes zu bezeichnen, ohne dass eine Verwechslung mit den anderen Verwendungen der Begriffe „Geist“ und „heilig“ möglich ist.
Katechismus der Katholischen Kirche, 691

Welches sind seine weiteren Benennungen?
Wenn Jesus das Kommen des Heiligen Geistes ankündigt und verheißt, nennt er ihn „Paraklet“, wörtlich: „ad-vocatus“, den „Herbeigerufenen". „Paraklet" wird für gewöhnlich mit „Tröster" oder „Beistand" wiedergegeben, wobei aber Jesus der erste Beistand ist. Der Herr selbst nennt den Heiligen Geist „Geist der Wahrheit". Neben dem Namen, der in der Apostelgeschichte und in den Briefen am meisten gebraucht wird, finden sich beim hl. Paulus die Bezeichnungen: der „Geist der Verheißung“; der „Geist der Sohnschaft“; der „Geist Christi“; der „Geist des Herrn“; der „Geist Gottes“, und beim hl. Petrus „der Geist der Herrlichkeit“.
Katechismus der Katholischen Kirche, 692-693

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Suche häufig Umgang mit dem Heiligen Geist, dem Großen Unbekannten. Er ist es, der dich heiligen muss. Vergiss nicht, dass du Tempel Gottes bist. - Der Tröster wohnt im Innersten deiner Seele: höre auf seine Eingebungen und beachte sie sorgsam.
Der Weg, 57

4. Welche Sinnbilder hat die Schrift für den Heiligen Geist?
Bei der Taufe ist das Wasser ein Sinnbild des Wirkens des Heiligen Geistes. Das Feuer symbolisiert die verwandelnde Kraft der Taten des Heiligen Geistes. In „Zungen wie von Feuer“ kommt der Heilige Geist am Pfingstmorgen auf die Jünger herab und erfüllt sie (Apg 2,3-4). In der geistlichen Überlieferung bleibt diese Symbolik des Feuers eines der sprechendsten Sinnbilder des Wirkens des Heiligen Geistes. Als Christus aus dem Wasser seiner Taufe steigt, lässt sich der Heilige Geist wie eine Taube auf ihn nieder und ruht auf ihm. Die Taube ist in der christlichen Ikonographie von jeher Sinnbild des Heiligen Geistes.

Ausschnit von <i>Die Taufe Christi</i>, von El Greco
Ausschnit von Die Taufe Christi, von El Greco
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Jemand verwendete als Lesezeichen einen Papierstreifen, auf den er in großen, entschiedenen Zügen geschrieben, besser: eingestanzt hatte: "Ure igne Sancti Spiritus!" - Entzünde mich mit dem Feuer des Heiligen Geistes! So wünschte ich mir das Feuer Gottes in dir, der du Christ bist: eingebrannt in deine Seele, glühend auf deinen Lippen, ansteckend in deinen Werken.
Im Feuer der Schmiede, 923

Die geistliche Trockenheit der Seele ist nicht Lauheit. Wer lau ist, dem tränken die Wasser der Gnade nicht die Wurzeln seines Seins, sie gleiten nur über ihn hinweg... Umgekehrt gibt es scheinbar verdorrte Flächen, bei denen schon ein paar Regentropfen genügen, Blumen und üppige Ernten hervorzubringen. Wann wird uns das endlich klar werden? Denn es ist wichtig, dem göttlichen Ruf eines jeden Augenblicks Folge zu leisten! In ihm wartet Gott auf uns!
Im Feuer der Schmiede, 224

5. Welche Aufgabe haben Christus bzw. der Heilige Geist in der Heilsgeschichte?
Solange Jesus selbst nicht durch seinen Tod und seine Auferstehung verherrlicht ist, offenbart er den Heiligen Geist nicht voll und ganz. Er spielt jedoch, selbst in seiner an die Menge gerichteten Lehre, nach und nach auf ihn an, wenn er offenbart, dass sein Fleisch zur Nahrung für das Leben der Welt werden wird. Er deutet sein Wirken auch dem Nikodemus, der samaritischen Frau und den Teilnehmern am Laubhüttenfest an. Im Zusammenhang mit dem Gebet und dem Zeugnis, das sie abzulegen haben werden, spricht er zu seinen Jüngern offen vom Heiligen Geist.
Katechismus der Katholischen Kirche, 728

Der Geist der Wahrheit, der andere Paraklet, wird auf das Gebet Jesu hin vom Vater gegeben werden; er wird im Namen Jesu vom Vater gesandt werden; Jesus wird ihn vom Vater her senden, denn er ist vom Vater ausgegangen. Der Heilige Geist wird kommen; wir werden ihn erkennen; er wird für immer bei uns sein. Er wird uns unterweisen und an alles erinnern, was Christus uns gesagt hat, und für ihn Zeugnis ablegen; er wird uns der ganzen Wahrheit entgegenführen und Christus verherrlichen. Die Welt wird er der Sünde, der Gerechtigkeit und des Gerichtes überführen.
Katechismus der Katholischen Kirche, 729

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Nuestro Señor Jesús lo quiere: es preciso seguirle de cerca. No hay otro camino. Esa es la obra del Espíritu Santo en cada alma —en la tuya—: sé dócil, no opongas obstáculos a Dios, hasta que haga de tu pobre carne un Crucifijo.
Surco, 978

Auch wir haben die Taufe empfangen wie jene der ersten Stunde, die am Pfingsttage zu Petrus kamen. In der Taufe hat Gott, unser Vater, von unserem Leben Besitz ergriffen, es dem Leben Christi eingegliedert und uns den Heiligen Geist gesandt. Wie uns die Heilige Schrift sagt: Gott hat uns zum Heile geführt durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist, den Er in reichem Maße über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Heiland; so sollten wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens werden.
Christus begegnen, 128

6. Wie wirkt der Heilige Geist im Leben der Christen?
„Niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, wenn es ihm nicht vom Geist eingegeben wird, sagt der hl. Paulus im Brief an die Korinther. Und im Brief an die Galater: Gott sandte den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater!“ die Kenntnis des Glaubens ist nur im Heiligen Geist möglich. Um in Berührung mit Christus zu kommen, muss man zuerst vom Heiligen Geist angezogen worden sein. Mit der Dreifaltigkeit nimmt er durch das Sakrament der Taufe Wohnung in unserer Seele. Der Heilige Geist ist mit seiner Gnade der „erste“, der in uns den Glauben weckt und uns in das neue Leben einführt, das bedeutet, den einzigen wahren Gott zu kennen und seinen Gesandten, Jesus Christus.
Der Heilige Geist ist mit seiner Gnade der „erste“, der in uns den Glauben weckt und uns in das neue Leben einführt, das bedeutet, den einzigen wahren Gott zu kennen.

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Es lohnt sich, das Leben aufs Spiel zu setzen, sich ganz hinzugeben, um so der Liebe und dem Vertrauen zu entsprechen, die Gott uns geschenkt hat. Vor allem lohnt es sich, dass wir uns entschließen, unseren christlichen Glauben ernst zu nehmen. Wenn wir das Credo beten, bekennen wir unseren Glauben an Gott, den allmächtigen Vater, an seinen Sohn Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist, und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender. Wir bekennen, dass die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche der Leib Christi ist, vom Heiligen Geist beseelt. Wir bekennen freudig den Nachlass der Sünden und die Hoffnung auf das ewige Leben. Aber: dringen diese Wahrheiten bis ins Herz, oder bleiben sie an den Lippen hängen? Die göttliche Botschaft des Pfingstfestes, die Sieg, Freude und Frieden verkündet, muss das unverbrüchliche Fundament im Denken, im Handeln, im ganzen Leben jedes Christen sein.
Christus begegnen, 129

Eine Überlegung, die Frieden bringt und die der Heilige Geist denen an die Hand gibt, die den Willen Gottes lieben: "Dominus regit me, et nihil mihi deerit." Der Herr ist mein Hirt, nichts kann mir fehlen. Was kann einen Menschen beunruhigen, der diese Worte aus tiefem Herzen spricht?
Der Weg, 760

7. Was sind die Gaben des Heiligen Geistes? Welche sind es?
Das sittliche Leben der Christen wird unterstützt durch die Gaben des Heiligen Geistes. Diese sind bleibende Anlagen, die den Menschen geneigt machen, dem Antrieb des Heiligen Geistes zu folgen. Die sieben Gaben des Heiligen Geistes sind: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.
Katechismus der Katholischen Kirche, 1830-1831

Das Gemälde <i>Pfingsten</i> von El Greco
Das Gemälde Pfingsten von El Greco
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Die dritte Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit - süßer Gast der Seele (Sequenz Veni, Sancte Spiritus) - schenkt ihm ihre Gaben: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit, Gottesfurcht.
Freunde Gottes, 92

Es ist die Gabe der Frömmigkeit, durch die uns der Heilige Geist die Gewissheit schenkt, Kinder Gottes zu sein. Und warum sollten wir, als Kinder Gottes, traurig sein? Traurigkeit, das ist die Schlacke des Egoismus; wenn wir für den Herrn leben wollen, wird uns die Freude niemals fehlen, auch nicht beim Anblick unserer Fehler und unserer Erbärmlichkeiten. Die Freude prägt dann das Gebetsleben, und das Gebet wird zum Lobgesang: denn wir sind Liebende, und Liebende singen.
Freunde Gottes, 92

Unter den Gaben des Heiligen Geistes gibt es eine, die wir Christen, so scheint mir, besonders nötig haben: die Gabe der Weisheit, die, da sie uns Gott kennen und kosten lässt, uns ermöglicht, in Wahrheit die Situationen und Geschehnisse unseres Lebens zu beurteilen. (...) Der Christ sieht all das Gute, das es in der Menschheit gibt, er unterschätzt die lautere Freude nicht, er stellt sich nicht abseits vom irdischen Streben. Ja, er empfindet all dies im Innersten seiner Seele, er teilt und erlebt es mit besonderem Einfühlungsvermögen, denn keiner kennt wie er die Tiefen des menschlichen Geistes.
Christus begegnen, 133

8. Warum sagen wir, dass der Heilige Geist Maria mit seiner Gnade vorbereitet hat?
Der Heilige Geist hat Maria durch seine Gnade vorbereitet. Es geziemte sich, dass die Mutter dessen, in dem „die Fülle der Gottheit leibhaft" wohnt, „voll der Gnade“ sei. In Maria verwirklicht der Heilige Geist den gnädigen Ratschluss des Vaters. Mit und durch den Heiligen Geist empfängt und gebiert die Jungfrau Maria den Sohn Gottes. Durch die Kraft des Geistes und des Glaubens wird ihre Jungfräulichkeit einzigartig fruchtbar. Schließlich beginnt der Heilige Geist durch Maria, die Menschen, denen „die barmherzige Liebe Gottes“ gilt, in Gemeinschaft mit Christus zu bringen.
Katechismus der Katholischen Kirche, 722-725

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Es ist nur recht und billig, dass der Vater, der Sohn und der Heilige Geist Maria als Königin und Herrin aller Geschöpfe krönen. Ziehe auch für dich daraus "Gewinn". Nimm in kindlicher Unbekümmertheit teil am himmlischen Fest! - Mit meinen geläuterten Erbärmlichkeiten will ich meine Mutter, die Mutter Gottes krönen, da ich über Edelsteine oder Tugenden nicht verfüge. Fasse auch du Mut!
Im Feuer der Schmiede, 285

Das reine Herz Mariens wird durch die göttliche Herablassung gleichsam von Heiligkeit umgeformt: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das aus dir geboren wird, Sohn Gottes genannt werden. Mariens Demut ist Frucht der unergründlichen, unermesslichen Gnade, die durch die Menschwerdung der zweiten Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit im Schoße der unbefleckt empfangenen, immerwährend jungfräulichen Mutter Gestalt annimmt.
Freunde Gottes, 96