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Eine Statue des heiligen Josefmaria im Vatikan

12 September 2005

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Am 14. September 2005 wird Papst Benedikt XVI. nach der Generalaudienz an der Außenseite des Petersdoms eine Statue des heiligen Josemaría Escrivá de Balaguer, Gründer des Opus Dei, segnen.

Die fünf Meter hohe Skulptur aus Marmor wurde am 30. August an der Außenseite des Petersdoms aufgestellt. Dort steht sie in einer Nische des linken Flügels der Basilika, in der Nähe des Eingangs zur Sakristei. Alle Nischen dieser Zone wurden von Johannes Paul II. für Heilige und Gründer unserer Zeit bestimmt. Neben dem heiligen Josefmaria befindet sich z.B. der heiligen Gregor, der Gründer der armenischen Kirche, und die heilige Karmelitin Teresa von den Anden.

Der Auftrag war dem italienischen Maler und Bildhauer Romani Cosci erteilt worden, der über ein Jahr an dem Block aus Carrara-Marmor gearbeitet hat. Im Jahr 2002 hatte Cosci bereits eine Skulptur der spanischen Heiligen Josefa vom Herzen Jesu hergestellt, die ihren Platz am Eingang zu den vatikanischen Grotten gefunden hat. Im Vatikan gibt es mehr als 150 Statuen von Heiligen, einschließlich derjenigen in den Säulengängen. Sie sollen daran erinnern, daß die Kirche sich mit dem Leben ihrer Heiligen - Vorbild und Ansporn für alle Christen - schmückt.

Romani Cosci verarbeitet in seinen Werken die Wirklichkeit, sie ist das Basiselement seiner sakralen Kunst wie auch seiner Stilleben und der Landschaftsmalerei. Für diesen Auftrag hat der Künstler sich von Worten aus dem Evangelium inspieren lassen, die der Gründer des Opus Dei häufig betrachtete: Et ego, si exaltatus fuero a terra, omnia traham ad meipsum [Wenn ich am Kreuz erhöht bin werde ich alles an mich ziehen]. Der heilige Josefmaria bezog sich bei verschiedenen Gelegenheiten auf diese Worte. So sagte er z.B. 1968: “Seit vielen Jahren, im Grunde seit dem Gründungstag des Opus Dei, habe ich Worte Christi betrachtet – und zu ihrer Betrachtung angeraten –, die der heilige Johannes wiedergibt: Et ego, si exaltatus fuero a terra, omnes traham ad meipsum (Joh 12, 32). Christus zieht in seinem Tod am Kreuz die ganze Schöpfung an sich, und die Christen, die mitten in der Welt arbeiten, müssen in seinem Namen alle Dinge mit Gott versöhnen, indem sie Christus an die Spitze aller menschlichen Aktivitäten tragen.” (Im Osservatore della Domenica veröffentlichtes Interview, Vatikanstadt, Mai-Juni 1968).

Das Kunstwerk von Cosci zeigt den heiligen Josefmaría in priesterlichen Gewändern, die Arme leicht geöffnet, bereit zur Feier der heiligen Messe. Am Sockel sind die päpstlichen Wappen von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. eingemeißelt, unter denen die Arbeit begonnen bzw. beendet wurde. Die beiden Engel zu Füßen des Heiligen verweisen auf den Gründungstag des Opus Dei, der auf das Schutzengelfest fiel. Einer hält dem heiligen Josefmaria ein geöffnetes Buch hin, in dem der erwähnte Vers zu lesen ist.

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