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Eine Reportage des spanischen Fernsehens gewinnt den Preis von Harambee „Afrika bekannt machen"

1 Dezember 2008

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Auch die dritte Preisausschreibung für die beste Dokumentation über Afrika hat mehrere Filmemacher inspiriert. Zum ersten Mal wurde jetzt der Preis nicht in Rom, sondern in Spanien verliehen.

Die Reportage „Frauen für eine bessere Welt“ von Mayte Pascual wurde vom spanischen Fernsehen produziert und in einer wöchentlichen Nachrichtensendung ausgestrahlt. Bei der dritten Veranstaltung von „Afrika bekannt machen“ 2008 gewann sie den Internationalen Medienpreis Harambee. Die Jury verlieh einen weiteren Preis für den Dokumentarfilm „Das verheißene Land“ von Arturo Fuentes Calle.
Die Preise wurden am 26. November um 19.00 Uhr in der Fundación Carlos de Amberes in Madrid übergeben. Florence Oloo, stellvertretende Leiterin der Strathmore Universität von Nairobi, schlug in ihrer Ansprache vor, afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme zu suchen. „Wir brauchen eine Hilfe von außen, die unsere Werte respektiert, die den Frauen eine größere Rolle zugesteht und die eine Hoffnung nährt, die es in unseren Gesellschaften durchaus gibt.“
Oloo sagte auch: "Wir brauchen Hilfe, aber es darf uns nichts aufgezwungen wierden, denn das Geld allein reicht nicht aus und es funktionieren auch nicht alle Lösungen in Afrika. Uns fehlen Führungspersönlichkeiten, die wirklich eine Hilfe sind, damit wir alle zusammen die Korruption bekämpfen und die Bremswirklung einiger Clans ausschalten“.

Juan Luís Rodríguez Fraile, der Präsident von Harambee in Spanien, erklärte, dass „die Kommunikation die beste Art der Mitarbeit sein kann, denn man muss ein für allemal Schluss machen mit dem Schweigen über den afrikanischen Kontinent, von dem nur im Zusammenhang mit Kriegen und Katastrophen gesprochen wird“.

Linda Corbi, die Koordinatorin von Harambee International, sagte, dass „der Internationale Medienpreis Harambee seit sechs Jahren vergeben wird, um gegen diese begrenzte und stereotype Berichterstattung anzugehen“.

Afrika bekannt machen – eine Aufgabe, die noch ansteht

Der mit 10.000 € dotierte Preis wird zum ersten Mal in Spanien vergeben. Die Dokumentarfilme, die sich 2008 um diesen Preis beworben haben, kamen aus Spanien, Frankreich und Chile sowie aus Südafrika und dem Kongo. Immer geht es um audiovisuelle Produktionen, die auf positive Art gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Themen aus den Gebieten südlich der Sahara aufgreifen. Dabei sind besonders die von Interesse, die ihr Augenmerk auf die Bedeutung der Bildung als unverzichtbares Mittel für den Fortschritt und das gelungene Zusammenleben in der Gesellschaft lenken.

Harambee („Alle zusammen“ auf Swahili) ist eine NGO, die 2002 aus Anlass der Heiligsprechung von Josemaría Escrivá ins Leben gerufen wurde. Ihr Motto ist: „Den Afrikanern Hilfe zur Selbsthilfe geben“. Mit diesem Ziel sammelt sie Spenden, um Initiativen im Bereich der Erziehung und des Gesundheitswesens zu finanzieren, in denen es vor allem darum geht, Menschen auf eine Vorreiterrolle in der Entwicklung ihres eigenen Landes vorzubereiten.

Weitere Informationen: www.harambee-africa.org