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Ein Wallfahrtskapelle zum heiligen Josefmaria als Dank für seine Fürsprache

31 Juli 2004

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Man kann seine Dankbarkeit auf viele Arten zum Ausdruck bringen. Die Familie Esteban Casado hat den Bau einer kleinen Kapelle gewählt, in der ein Bild des heiligen Josefmaria einlädt, ihn um Fürsprache zu bitten. So wie diese Familie selbst es getan hat, als der kleine Àngel nach einem Verkehrsunfall 21 Tage im Koma lag.
Hier der (gekürzte) Bericht seiner Schwester Judith:


Ich bin 17 Jahre alt. Ich bin katholisch, aber ich praktizierte meinen Glauben kaum, bis sich am 6. April 2003 mein Leben in vielerlei Hinsicht änderte.

An jenem Nachmittag sprach ich mit meinem Vater über meine Zukunftspläne, als uns auffiel, daß meine Mutter und mein Bruder noch nicht nach Hause gekommen waren. Kurz darauf erfuhren wir, daß sie einen Unfall hatten. Da wir zuerst keine genauen Nachrichten über den Ablauf und über den Zustand der beiden erhielten, wollten mein Vater und ich es nicht glauben. Ich erinnere mich noch genau daran, daß ich mir sogar “sicher” war, daß nichts Schlimmes passiert sein konnte, denn schließlich haben viele Leute einen Unfall. Nein, ich hatte wirklich keine Vorstellung davon, was wirklich geschehen war und was auf uns zukam.

Wir fuhren dann zum Krankenhaus und nach 30 Minuten konnten wir zu meiner Mutter, die nur unter Beobachtung stand, während mein Bruder auf der Intensivstation zwischen Leben und Tod schwebte. Als wir dort eintraten, rief mein Vater mehrmals seinen Namen, aber Ángel reagierte nicht, da er im Koma lag. Als wir der Familie diese ersten Nachrichten übermittelten, fing mein Vater an zu weinen und mir wurde die furchtbare Lage so richtig bewußt. Meine Mutter war nach einer Rückenoperation außer Lebensgefahr, aber mein Bruder lag noch 3 Wochen im Koma.

Während dieser Zeit gingen wir täglich zur heiligen Messe. Ich betete mindestens zwei Rosenkränze am Tag und wir alle baten die Muttergottes und den heiligen Josefmaria um Ángels Heilung.

Viele Leute standen uns in diesen Wochen des Krankenhausaufenthaltes bei, mehr als wir je gedacht hätten. Es entstand sogar eine Website, damit alle über den Zustand von Ángel Bescheid wissen, für ihn beten und ihm Besserungswünsche schicken konnten. Seine Klassenkameraden schrieben ihm häufig, erzählten von der Schule und versicherten, daß sie beteten, damit er bald wiederkäme.

Schließlich erwachte er aus dem Koma und konnte in eine Reha-Klinik gebracht werden. Obwohl seine Genesung 8-10 Monate dauern sollte, teilten uns die Ärzte bereits nach einem Monat mit, daß wir nach Almería zurückkehren könnten, da es Ángel gut ging. Er kam am 18. Juli nach Hause und führt seither das normale Leben eines 10jährigen Jungen. Am 18. Oktober ging er zur ersten heiligen Kommunion.

Wir wissen, daß wir die Heilung meines Bruders dem ununterbrochenen Gebet zu Maria und zum heiligen Josefmaria zu verdanken haben.