Heiliger Josefmaria
Seine Botschaft

Die Heiligkeit

Stichwörter: Asketischer Kampf, Heiligkeit, Christliche Berufung
Das eigentliche Geheimnis, um heilig zu werden, - schreibt der heilige Josefmaria - besteht darin, Ihm, dem einzigen, liebenswerten Vorbild, immer ähnlicher zu werden.
Im Feuer der Schmiede, 752

Wir alle, ihr und ich, sind Teil der Familie Christi, denn Gott hat uns schon vor Erschaffung der Welt auserwählt, daß wir heilig und untadelig vor Ihm seien. Aus Liebe hat Er uns nach seinem freien Willensentschluß durch Jesus Christus zu seinen Kindern vorherbestimmt, zum Preis der Herrlichkeit seiner Gnade. Die Auserwählung aus geschenkter Gnade richtet uns auf ein deutlich wahrnehmbares Ziel: auf die persönliche Heiligkeit. Paulus spricht es bündig aus: Haec est voluntas Det: sanctificatio vestra, dies ist der Wille Gottes: eure Heiligung. Vergessen wir es also niemals: Wir sind in der Hürde des Herrn, damit wir dieses hohe Ziel erreichen.
Freunde Gottes, 2

Wie das Rauschen des Meeres sich aus dem Geräusch seiner einzelnen Wellen ergibt, so ergibt sich die Heiligkeit eures Apostolates aus den persönlichen Tugenden eines jeden einzelnen von euch.
Der Weg, 960

Heiligkeit: ein Mosaik aus unzähligen Steinchen großzügiger Hingabe. - Unsere Aufgaben bis zum letzten erfüllen, und das Tag für Tag mit Beständigkeit, darin besteht der Heroismus, der von uns bei der Arbeit verlangt wird. Einen anderen Weg, heilig zu werden, gibt es für uns nicht.
Die Spur des Sämanns, 529

Heilig, ohne Gebet? An solche Heiligkeit glaube ich nicht.
Der Weg, 107

Die "große" Heiligkeit besteht im Erfüllen der "kleinen Pflichten" jeden Augenblicks.
Der Weg, 817

Persönliche Heiligkeit! Das ist kein Hirngespinst, sondern die konkrete Realität, die Gott und den Mitmenschen zum Mittelpunkt hat und die sich immerfort, jeden Tag aufs neue, in Taten der Liebe bewahrheiten muß.
Im Feuer der Schmiede, 440

Alles aus Liebe! Das ist der Weg zur Heiligkeit und zum inneren Glück.
Halte dir dieses Ziel vor Augen, sowohl bei deiner intellektuellen Arbeit, bei der höchsten geistigen Konzentration, als auch bei den einfachsten Aufgaben, mit denen wir alle es ja Tag für Tag zu tun haben. So wirst du Freude und Frieden in dir haben.
Im Feuer der Schmiede, 725

In der Tat ist dies ein hohes Ziel, ein steiler Weg. Aber vergeßt nicht, daß niemand schon von Geburt an heilig ist: der Heilige wird, er wird im ständigen Zusammenspiel von göttlicher Gnade und menschlichem Mitwirken. Ein christlicher Schriftsteller der ersten Jahrhunderte bemerkt zu der Vereinigung mit Gott: Alles, was sich entwickelt, ist zuerst klein. Indem es immer wieder Nahrung zu sich nimmt, wächst es stetig und wird groß. Deshalb: Willst du konsequent als Christ leben - und ich weiß, daß du das willst, auch wenn Siege und die stetige Ausrichtung unseres armseligen Leibes auf das Höhere hin dir oft so schwer fallen-, dann mußt du mit größter Sorgfalt auf die kleinsten Dinge achten, denn die Heiligkeit, die der Herr von dir will, ist nur zu erlangen durch das Ernstnehmen der Arbeit und der alltäglichen, meistens unscheinbaren Pflichten, aus Liebe zu Gott.
Freunde Gottes, 7

Will man sich schon auf Vergleiche stützen, so ist das Opus Dei am ehesten zu verstehen, wenn man sich das Leben der ersten Christen vergegenwärtigt. Sie lebten ihre christliche Berufung mit uneingeschränkter Hingabe; sie suchten ernsthaft jene Vollkommenheit, zu der sie durch die einfache und erhabene Tatsache der Taufe gerufen waren. Äußerlich unterschieden sie sich nicht von den anderen Leuten. Die Mitglieder des Opus Dei sind normale Menschen, die einer normalen Arbeit nachgehen und in der Welt als das leben, was sie sind: als christliche Staatsbürger, die den Forderungen ihres Glaubens ganz entsprechen wollen.
Gespräche mit Msgr. Escrivá, 24

Ich versichere euch, wenn ein Christ die unbedeutendste Kleinigkeit des Alltags mit Liebe verrichtet, dann erfüllt sich diese Kleinigkeit mit der Größe Gottes. Das ist der Grund, warum ich immer und immer wieder betone, daß die christliche Berufung darin besteht, aus der Prosa des Alltags epische Dichtung zu machen. Himmel und Erde scheinen sich am Horizont zu vereinigen; aber nein, in euren Herzen ist es, wo sie eins werden, wenn ihr heiligmäßig euren Alltag lebt...
Gespräche mit Msgr. Escrivá, 116