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Der Papst segnet die Statue des heiligen Josefmaria am Petersdom

20 September 2005

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Papst Benedikt XVI. hat am 14. September nach der Generalaudienz die Statue des heiligen Josefmaria am Petersdom gesegnet. Sie steht dort am linken Flügel der Basilika, in der Nähe des Eingangs zur Sakristei. Alle Nischen dieser Zone wurden von Johannes Paul II. für Heilige und Gründer unserer Zeit bestimmt.

Als Benedikt XVI. am linken Querschiff des Doms, auch „der Arm des heiligen Josef“ genannt, ankam, wurde die Statue enthüllt. Nach seinem Segen sprach der Heilige Vater folgendes Gebet: „Gott, der du den heiligen Josefmaria auserwählt hast, die allgemeine Berufung zur Heiligkeit und zum Apostolat in der Kirche zu verkünden, segne diese Statue und gib, daß alle, die sie betrachten, ermutigt werden, ihre alltägliche Arbeit im Geiste Christi zu erfüllen und dem Werk der Erlösung mit brennender Liebe zu dienen. Durch Christus unseren Herrn.“ Im Anschluß daran begrüßte er einige der anwesenden Persönlichkeiten, darunter den Prälaten des Opus Dei, Bischof Javier Echevarría, und den Bildhauer Romano Cosci, der die Skulptur schuf. Insgesamt hatten sich zu diesem Festakt fast tausend Menschen eingefunden, darunter viele Familien. Der Chor der Cappella Giulia unter Msgr. Pablo Colino war für die musikalische Gestaltung der kleinen Feier verantwortlich.

Vor der Ankunft des Heiligen Vaters hielten Bischof Javier Echevarria, Kardinal Francesco Marchisano, der Erzpriester des Petersdoms und der Bildhauer Romano Cosci jeweils eine kurze Ansprache. Der Prälat des Opus Dei sagte unter anderem: „Wir haben uns hier in Freude und Dankbarkeit versammelt, um die Marmorstatue des heiligen Josefmaria zu enthüllen. Dabei gehen unsere Gedanken zurück zu Johannes Paul II., der diesen Priester am 6. Oktober 2002 zur Ehre der Altäre erhoben und dem Vorhaben, hier eine Statue von ihm aufzustellen, zugestimmt hat.“ Auf die Skulptur weisend fügte er hinzu: „In gewisser Weise vereint diese Figur verschiedene wesentliche Züge des Geistes des Opus Dei. (...) Sie bringt die enge Verbindung mit der Kirche und dem Papst zum Ausdruck, zu der sich die Prälatur Opus Dei besonders berufen fühlt.“

Nach dem Prälaten ergriff der Bildhauer das Wort. Romano Cosci hat die Figur aus einem einzigen Marmorblock herausgearbeitet. Ungefähr ein Jahr hat er für die Vollendung seines Werkes benötigt. „Das war für mich persönlich eine enorme Erfahrung.“, so erklärte der Künstler sichtlich bewegt. „Wie ich es immer zu tun pflege, habe ich mich vor Beginn der Arbeit intensiv mit der Person des heiligen Josefmaria vertraut gemacht, eingeschlossen sein Leben und seine Botschaft, so daß ich sein Bild in mir trug.“ Und er schloß: „Ich wünsche mir, daß diese Figur aus meinen Händen wenigstens einen Teil dessen weitergeben kann, was der Dargestellte mir gegeben hat – und was er im Grunde allen vermittelt hat.“

Schließlich sprach Kardinal Francesco Marchisano, der Erzpriester des Petersdoms, noch einige Worte: „Die grundlegende Botschaft des heiligen Josefmaria war, alle Christen davon zu überzeugen, daß die Heiligen keine Supermänner oder Menschen jenseits der Normalität sind, sondern daß sie sind wie wir und genauso kämpfen müssen, um Christus, ihrem Meister, ähnlich zu werden." Und er fügte noch hinzu: „Die Leute, die hier vorbeigehen und die Statue sehen, können sie als eine Einladung zum Gebet und zur Heiligkeit betrachten.“