Persönliche Zeugnisse

Chinasa, Nigeria

Stichwörter: Mitarbeiter des Opus Dei, Lebensplan, 26. Juni
Chinasa lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Lagos, wo sie sie in einer Bank als Personalchefin arbeitet. Sie ist Mitarbeiterin des Opus Dei.
Chinasa lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Lagos, Nigeria
Chinasa lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Lagos, Nigeria


Welchen Sinn hat das Leben für dich?
Für mich ist das Leben alles. Was will ich damit sagen? Wir sind nach dem Bild und Gleichnis unseres Herrn Jesus Christus geschaffen worden. Und wir sollen uns zu der Person entwickeln, die Gott sich gedacht hat.

Warum lohnt es sich deiner Meinung nach zu leben?
Das Leben ist es wert gelebt zu werden, einfach weil Gott uns für eine Aufgabe in der Welt geschaffen hat.. So wie der Ton in der Hand des Töpfers, so sind wir alle, besonders die Eltern Werkzeuge in den Händen Gottes. Daher hängt es auch nicht von uns ab zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht. Alles hängt vom Willen Gottes ab.

Was hilft dir, wenn du einmal schlecht dran bist oder mit einem Problem, einem Leid konfrontiert wirst, auf das du nicht gefasst warst?
Was für eine Frage! Vor kurzem erlebte ich die „Überraschung“, an meinem Arbeitsplatz nicht befördert zu werden. Der Grund war, dass einige Mitarbeiter beim Chef schlecht über mich gesprochen haben und er das nicht richtig gestellt hat. Als ich das erfuhr, schmerzte es mich sehr, denn ich hatte meine ganze Energie hinein gelegt, meine Arbeit gut zu machen und hoffte, in irgendeiner Weise dafür belohnt zu werden. Zuerst fühlte ich instinktiv Rachegelüste meinem Chef gegenüber.
Glücklicherweise ergab sich die Gelegenheit, an viertägigen Besinnungstagen teilzunehmen, und während dieser Tage erzählte ich Christus im Tabernakel, wie verletzt ich mich fühlte. Ich bat ihn um die Gnade und die Kraft zu verzeihen. Ich kehrte nach diesen Tagen sehr froh zu meiner Arbeit zurück. Der Heilige Geist ließ mich verstehen, dass Gott es schon so eingerichtet hätte, wenn dieser berufliche Aufstieg für mich gut gewesen wäre. Mein Chef war nur ein Werkzeug gewesen, das er benutzt hatte. Daher war es nicht seine Schuld, dass die Sache so ausging.

Was bedeutet Christsein für dich?
Christ zu sein heißt für mich, wie der Name sagt, wie Christus zu sein. Unser Herr nahm Fleisch an, er wanderte über diese Erde. Ich möchte sein wie er, ein anderer Christus, zu Hause und bei der Arbeit, wenn ich über die Straße gehe usw. Ich versuche so gut wie möglich die Einheit des Lebens zu leben, so zu leben, wie Gott möchte, dass ich an jedwedem Ort lebe. Ich bemühe mich, einige Frömmigkeitsübungen zu praktizieren und besonders jeden Tag die heroischen Minuten zu leben.

Und Christsein mitten in der Welt?
Als Christ in der Welt habe ich einen Plan bezüglich der täglichen Gebete etc., die ich verrichte. Sie helfen mir, den Tag über in der Gegenwart Gottes zu leben. So habe ich etwa in meinem Handy den Rosenkranz gespeichert, so dass ich ihn komplett unterwegs beten kann. Und zu Hause versuche ich, mit aller Selbstverständlichkeit meine Kinder und meinen Mann Gott näher zu bringen.

Tust du etwas, damit die Welt besser wird?
Ich sehe die Leute nicht gerne leiden. Ich versuche, in diesen Situationen zu helfen so gut es geht. Ich unterstütze auch meinen Mann bei den Werken der Nächstenliebe, die er als Mitglied der Gesellschaft vom hl. Vinzenz von Paul in unserer Pfarrei macht.

Wie erklärst du einem Freund, wer Gott für dich ist?
Für mich Gott wirklich mein Freund! Er lebt in meinem Herzen im Stand der Gnade. Ich bin immer mit Gott dem Allmächtigen zusammen – sozusagen –, indem ich mich bemühe, bewusst in seiner Gegenwart zu leben. Ich das nicht beeindruckend? Auch ist er immer gegenwärtig im Allerheiligsten Altarssakrament, wo ich Kraft für mein Leben finde.

Wirst du zur Messe vom 26. Juni gehen, um das Fest des hl. Josefmaria zu feiern? Wohin gehst du?
Normalerweise gehe ich zu dieser Messe in meiner Pfarrei hier in Lagos. In diesem Jahr würde ich gerne zur Schule Laguna oder zum Wavecrest Centre – beide in Lagos – gehen.