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Dokumentation

Auszüge aus Predigten zum 26. Juni 2006

Verschiedene

Stichwörter: Asketischer Kampf, Christliche Berufung
Augsburg
„Raus auf die Straße und hinein in den Dialog“, wünschte der Augsburger Bischof Walter Mixa bei einem Gottesdienst zum Gedenktag des heiligen Josemaría Escrivá (26. Juni), dem Gründer des Opus Dei, in der Basilika St. Ulrich und Afra. In seiner Predigt ging der Augsburger Oberhirte auf die Frage „Warum bist Du Christ?“ ein.

Mixa hob die Aussage des heiligen Josemaría hervor, dass die Aufgabe eines Christen darin bestehe, Christus zu suchen, zu finden und zu lieben. Jesus begegne uns in allen Menschen, im kleinen Kinde genauso wie im alt gewordenen Menschen. „Wir finden Jesus letztlich im großen Drama seiner Lebenshingabe am Kreuz“, so der Bischof. Er rief dazu auf, überall Missionare zu sein. Dies entspreche dem Gedanken des Heiligen, Jesus in die Welt hinaus zu tragen.

Graz
Der Regionalvikar von Österreich, Dr. Martin Schlag, ging in seiner Predigt von der im Monat Juni besonders gepflegten Verehrung des Herzens Jesu aus, die auch den Gründer des Opus Dei kennzeichnete. Dieser empfahl allen Gläubigen das Stoßgebet: Cor Jesu Sacratissimum et misericors, dona nobis pacem! Heiligstes und barmherziges Herz Jesu, gib uns Deinen Frieden!

Und „wir haben alle viele Gründe, uns mit dieser Bitte an Jesus zu wenden“, führte Dr. Schlag aus. „Die Worte des heutigen Evangeliums können uns helfen, die Barmherzigkeit des Herzens Jesu besser zu verstehen. Jedes Wort und jede Handlung Jesu, die wir soeben gehört haben, ist eine Folge seiner Barmherzigkeit: Er spricht zur Menge aus Barmherzigkeit. Er wirkt aus Barmherzigkeit ein Wunder, das Petrus zum Apostel macht. Jesus beruft Petrus zum Fels der Kirche, weil er zu uns barmherzig ist, die wir Seine Kirche sind.“

Am schluß faßte er seine Erwägungen zum Evangelium zusammen:
"Lassen wir es still werden in unserem Herzen, um das Wort Gottes zu vernehmen!
Lassen wir uns vom Wort Christi ermutigen, das er uns zur Verkündigung anvertraut hat!
Lassen wir uns selbst immer wieder vom Sakrament der Vergebung aufrichten, um anderen von der Barmherzigkeit Gottes zu erzählen!

Maria rufen wir an als „Mutter der Barmherzigkeit“. Sie ist immer an unserer Seite, weil wir sie brauchen. Wir schließen mit den Worten des hl. Josefmaria, eines glühenden Marienverehrers: „Maria ist deine Mutter, du bist ihre Tochter, ihr Sohn. Sie liebt dich, als ob du ihr einziges Kind wärest. Dein Umgang mit ihr darf davon ausgehen; erzähle ihr alles, was dich bewegt, verehre sie, liebe sie. Keiner kann es für dich tun, wenn du es nicht tust, und keiner kann es besser für dich tun als du selbst“ (Freunde Gottes, RZ 293)."

Zürich
In der deutschsprachigen Schweiz wählte der Regionalvikar des Landes, Dr. Peter Rutz, als Einstieg in seine Überlegungen den aktuellen Bezug zum Fußballereignis des Jahres:

"Im Beug zur WM: Schon der Apostel Paul hat oft vom Sport geschrieben: denn der gute sportliche Geist ist eine grosse Hilfe im sogenannten asketischen Kampf, um als Christen in dieser Welt treu zu sein.

Seit letzten Herbst steht die Statue des Hl.Josefmaria in einer Nische des Petersdomes, einer der über 200 Statuen von Heiligen, die innerhalb und ausserhalb die Basilika zieren: ja, die Heiligen bauen die Kirche auf, schmücken sie mit ihren Charismen und Tugenden, mit ihrer Treue und ihrem Glanz.

Die 5m hohe Marmorstatue stellt den Hl. Josefmaria im Messgesand dar, wie er mit offenen, einladenden Armen die Frohbotschaft verkündet. Zu seinen Füssen ist ein Buch aufgeschlagen mit einem lateinischen Text aus dem Joh. Evangelium.
Et ego, si exaltatus fuero a terra, omnes traham ad meipsum.

Es sind Worte des Herrn, gesprochen kurz vor seinem Pascha: Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.

Christus zieht durch seinen Tod am Kreuz die ganze Schöfpung an sich; in seinem Namen sollen alle Christen durch ihre Arbeit mitten in der Welt alle Dinge mit Gott versöhnen. Dies erreichen sie dadurch, dass sie Christus zum Ziel alles menschlichen Tuns erheben.

Wir bitten Gott Vater, als dessen geliebte Kinder wir uns in Christus wissen:
Hilf uns, auf die Fürsprache des hl. Josefmaria, alle Augenblicke und Umstände unseres Lebens in Gelegenheiten zu verwandeln, Dich zu lieben und allen Menschen froh und einfach zu dienen. Und so die Wege der Erde mit dem Licht des Glaubens und der Liebe zu erhellen.

In diesem Gebet leuchtet der Wunsch auf, keine falschen Götzen zu haben - die Versuchungen liegen auf der Hand:
Arbeit, Karriere
Familie, Zunkunft der Kinder
Eigene Ehre, unser Ansehen, unser Image, unsere Meinung, usw.
Alles kann zum Götzen werden, zum "Ein und Alles" meines Lebens.

Lassen wir den Herrn uns selber und all' unsere Ambitionen zu sich ziehen!"