Heiliger Josefmaria
Das Leben von Josemaría Escrivá de Balaguer
Apostolat unter Akademikern

»Es muß unser Bestreben sein, daß in allen Bereichen des intellektuellen Lebens rechtschaffene, wahrhaft christlich empfindende und konsequente Menschen präsent sind, die ihr Wissen, ihre Begabungen in den Dienst der Menschheit und der Kirche stellen. Denn es wird in unserer Welt andererseits immer Menschen geben, die – wie damals Herodes, als Jesus geboren wurde – sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzbar zu machen suchen oder sie sogar verfälschen, um Christus und die Seinen zu verfolgen. Wie gewaltig ist die Aufgabe, die vor uns liegt!« Das war eines seiner großen Ideale: das Apostolat unter den Intellektuellen, den Akademikern – Wissenschaftler, Literaten, Künstler zu Christus führen.
Tausende von Männern und Frauen

Pamplona, 8. Oktober 1967: Die Predigt “Die Welt lei- denschaftlich lieben”.
Dennoch war er sich im klaren über den besonderen Einfluß, den die Träger von Kultur und Bildung auf die Gesellschaft ausüben. Auch wenn sie nicht unbedingt zu den Berühmtheiten zählen und vielleicht weniger im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen, drücken sie ihrer Umgebung doch einen deutlichen Stempel auf. Der Gründer verglich sie mit dem ewigen Eis auf den Gipfeln hoher Berge: Manchmal zieht es sich so weit zurück, daß man es kaum mehr sieht, aber es ist immer da und liefert das Wasser, das die Erde fruchtbar macht.
Wissenschaft und Glaube
Seit seinem Jurastudium in Saragossa hatte der heilige Josefmaria die Verbindung zur Universität nicht abreißen lassen. Er ermutigte viele junge Leute zu einer Universitätslaufbahn. Nach viel Vorbereitung und Gebet gründete er 1952 in der spanischen Stadt Pamplona die Universität von Navarra. Sie sollte Wissenschaft und Kultur von innen heraus mit dem Licht des Glaubens erleuchten.

Als Großkanzler bei einer feierlichen Ehrenpromotion.
Außerdem wurde unter seinem apostolischen Antrieb 1969 in Peru die Universität von Piura gegründet. Weitere universitäre Einrichtungen auf der ganzen Welt sollten folgen und eine akademische Bildung im Licht des Evangeliums aussäen, die auch in Zukunft manche Früchte tragen wird.
Gleichzeitig regte Josefmaria Escrivá die Gründung von Schulen an, in denen die sachliche und die geistlich-religiöse Bildung miteinander in Einklang stehen und die Tugenden der Schüler mit Hilfe personorientierter Lehrmethoden gefördert werden.
Im selben Geist entstanden in manchen Ländern Agrarschulen für die landwirtschaftliche Ausbildung, Zentren für Berufsbildung, Fortbildungsstätten für Hausfrauen, medizinische Ambulanzen und Kliniken …
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