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Dokumentation

„Als ich ihm begegnete...“

Stichwörter: Deutschland, Josemaría Escrivá
Vor 10 Jahren – am 6. Oktober 2002 – wurde Josemaría Escrivá, Gründer des Opus Dei, in Rom heiliggesprochen. Eine unvergessliche, zutiefst bewegende Messfeier mit Johannes Paul II. bei herrlichem Oktoberwetter auf dem Petersplatz! In seiner Predigt nannte der inzwischen seliggesprochene Papst Josemaría Escrivá den „Heiligen des Alltags“. Eine glückliche Definition, die ihm einen spezifischen Platz in der langen Liste der von der katholischen Kirche heiliggesprochenen Menschen zuweist.

Bischof Stimpfle von Augsburg
Bischof Stimpfle von Augsburg
Damals waren nicht wenige Pilger dabei, die den neuen Heiligen noch persönlich gekannt hatten, ihm zumindest begegnet waren, als er noch ein „normaler“ Mitmensch war, wenngleich er in seiner Eigenschaft als Gründer des Opus Dei bereits einen besonderen Bekanntheitsgrad hatte. Einige von ihnen, meist Persönlichkeiten aus dem kirchlichen oder gesellschaftlichen Bereich, haben die Situation und den Eindruck ihrer Begegnung mit Josemaría Escrivá schriftlich festgehalten. Es sind durchaus subjektive Perspektiven, aus denen uns jedoch die Gestalt des hl. Josefmaria mit seinem Humor, seiner Liebenswürdigkeit und seinem Charisma lebendig gegenübertritt. Diese Zeugnisse wurden anlässlich seines Todestages 1975 und auch noch in späteren Jahren in Zeitungen der Länder, aus denen die Verfasser stammten, veröffentlicht.

Für diese Webseite haben wir aus dem reichen Fundus dieser Texte eine Auswahl getroffen, von denen sich einige schon seit längerem auf der Webseite befinden, andere jedoch bisher digital nicht zur Verfügung standen. Den Anfang macht ein längerer Text aus Deutschland von Peter Berglar, dem bereits verstorbenen Arzt und Historiker, der zwar zu Lebzeiten des Gründers das Opus Dei kennen und schätzen lernte, ihm persönlich aber nicht begegnen durfte. Als Verfasser dreier Biographien – darunter die über den hl. Josefmaria (Opus Dei. Leben und Werk des Gründers Josemaría Escrivá) – ist er jedoch berufen, über die Bedeutung einer Begegnung mit ihm zu reflektieren. Lassen wir ihn kurz selbst zu Wort kommen:

Die spanische Journalistin Covadonga O'Shea
Die spanische Journalistin Covadonga O'Shea
„Zu seinen Lebzeiten habe ich ihn weder gesehen noch gehört, nicht mit ihm gesprochen, nicht mit ihm korrespondiert... Mir liegt jedoch daran, jene entscheidende, im strengen Wortsinn schicksalhafte Begegnung, wiewohl sie letztlich »nur« geistiger und geistlicher Natur gewesen ist, in ihrer individuellen Konkretheit und ihrer personalen, an Fleisch und Blut gehefteten Realität sichtbar zu machen.

Warum? Schreiben ist mein Beruf, und so wäre es fast anormal, wenn ich über das Ereignis schwiege, von dem an nun meine Zeitrechnung zählt: die Jahre nach der Begegnung mit Josemaría Escrivá sind, obwohl nicht gänzlich abgetrennt von den Jahrzehnten, die ihr vorausgingen, dennoch tief von ihnen unterschieden. Das ist wohl eine Erfahrung, die ich mit den meisten teile, die dem Gründer des Opus Dei begegnet sind, und zwar im Unterschied zu mir ganz normal und direkt und von Mensch zu Mensch. Doch gerade der Umstand, dass dies bei mir nicht der Fall war, hat mich bewegt und nachdenklich gemacht, besonders natürlich, seitdem der Tod Josemaría Escrivás die irdische Begegnung für immer ausschloss.“ (Peter Berglar, Glauben Sie, dass Gott der Herr der Geschichte ist?)

Quellen:
AA.VV. Así le vieron. Testimonios sobre Mons. Escrivá de Balaguer, Madrid, Rialp, 1992

Der Ehrwürdige Diener Gottes Josemaría Escrivá: Zeugnisse der katholischen Hierarchie in der internationalen Presse, 1975-1990; Informationsbüro der Prälatur Opus Dei in Rom (Hrsg.)

- Ging in J. Escrivá ein moderner Heiliger von uns? (Bischof Hengsbach)
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