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Heiliger Josefmaria
Seine Botschaft

4. freudenreiches Geheimnis. Die Darstellung im Tempel

Stichwörter: Gehorsam, Heilige Reinheit, Rosenkranz
Lukasevangelium
„Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.“
Lk 2, 22-24

Texte des heiligen Josefmaria
Als die Tage der Reinigung der Mutter nach dem Gesetz des Moses erfüllt waren, mußten sie mit dem Kind nach Jerusalem gehen, um Es dem Herrn darzustellen (Lk 2,22). Und diesmal bist du es, mein Freund, der den Korb mit den Turteltauben trägt. Siehst du? Sie, die Unbefleckte, unterwirft sich dem Gesetz, als ob sie der Reinigung bedürfte. Lehrt dich dieses Beispiel nicht, mein törichtes Kind, das heilige Gesetz Gottes trotz aller persönlichen Opfer zu erfüllen?
Sich reinigen! Du und ich, wir brauchen wirklich Läuterung! – Sühne, und weit mehr als nur das: die Liebe. Eine Liebe, die wie ein glühendes Eisen den Schmutz von unserer Seele wegbrennt, die wie ein Feuer unsere armseligen Herzen mit göttlichen Flammen entzündet.
Ein gerechter und gottesfürchtiger Mann ist auf Eingebung des Heiligen Geistes in den Tempel gekommen. Ihm war geoffenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, bevor er Christus gesehen habe. Er nimmt den Messias in seine Arme und spricht: Nun lässest Du, Herr, Deinen Knecht nach Deinem Wort in Frieden scheiden... denn meine Augen haben den Heiland geschaut (Lk 2,25-30).
Der Rosenkranz

Der katholische Glaube sieht in Maria ein bevorzugtes Zeichen der Liebe Gottes: Gott nennt uns schon jetzt seine Freunde; seine Gnade wirkt in uns, überwindet in uns die Sünde und gibt uns die Kraft, inmitten unserer Schwachheit - sind wir doch Staub und Elend - irgendwie das Antlitz Christi widerzuspiegeln. Wir sind nicht bloß Schiffbrüchige, denen Gott Rettung versprochen hat, sondern diese Rettung ist bereits wirksam in uns. Unser Umgang mit Gott gleicht nicht dem eines Blinden, der sich nach dem Licht sehnt, doch ganz von der Not der Finsternis umfangen wird, sondern dem eines Sohnes, der sich von seinem Vater geliebt weiß.
Christus begegnen, 142

Die Erfahrung der Sünde darf uns daher an unserer Sendung nicht zweifeln lassen. Sicherlich können unsere Sünden es erschweren, Christus zu erkennen. Darum müssen wir gegen unsere eigenen Armseligkeiten ankämpfen und Läuterung suchen. Dieses aber in dem Bewußtsein, daß Gott uns in diesem Leben keinen endgültigen Sieg über das Böse verheißen hat, sondern von uns Kampf fordert. Sufficit tibi gratia mea, meine Gnade genügt dir, war die Antwort des Herrn an Paulus, der Ihn darum bat, von dem demütigenden Stachel befreit zu werden.
Christus begegnen, 114

Maria, unsere Mutter, „auxilium christianorum, refugium peccatorum“: tritt bei deinem Sohn dafür ein, daß Er uns den Heiligen Geist sende, in unseren Herzen den Entschluß wecke, unseren Weg sicher und entschlossen zu gehen, und daß Er in der Tiefe unserer Seele jenen Ruf erklingen lasse, der das Martyrium eines der ersten Christen mit Frieden erfüllte: veni ad Patrem, komm, kehr heim zu deinem Vater, der auf dich wartet.
Christus begegnen, 66

Die christliche Berufung ist Berufung zum Opfer, zur Buße, zur Sühne. Wir müssen sühnen für unsere eigenen Sünden - wie oft haben wir wohl das Gesicht abgewandt, um Gott nicht zu sehen! - und für alle Sünden der Menschen. Wir müssen Christus aus der Nähe folgen: „An unserem Leibe tragen wir allezeit das Sterben“, die Entsagung Christi, seine Erniedrigung am Kreuz, “auf daß auch Jesu Leben an unserem Leibe sich offenbare“ (2 Kor 4, 10). Unser Weg ist ein Weg der Aufopferung, und in dieser Selbstverleugnung finden wir das gaudium cum pace, die Freude und den Frieden.
Christus begegnen, 9