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20. Jahrestag der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz

17 Januar 2005

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Am Montag, dem 10. Januar, fand eine Gedenkfeier statt aus Anlaß des 20. Jahrestages der Errichtung der Römischen Hochschule vom Heiligen Kreuz, welche 1985 mit dem Dekret Dei Servus erfolgt war.

Der feierliche Akt wurde im Höffner-Saal der Universität veranstaltet, der bis zum letzten Platz mit Professoren, Studenten und Freunden besetzt war. Der Hauptredner war Kardinal José Saraiva Martins, zur Zeit Präfekt der Kongregation für die Selig-und Heiligsprechungsprozesse und 1998, bei der Errichtung der akademischen Institution als Päpstliche Universität, Sekretär der Kongregation für das Katholische Bildungswesen.
„Für die Universität vom Heiligen Kreuz ist das Adjektiv „Päpstlich“ niemals ein rein dekorativer Titel gewesen, sondern eine Bezeichnung, die sie entscheidend prägt. Sie fühlt sich dadurch aufgefordert, dem Papst und der mit dem Heiligen Vater vereinten Kirche entschieden treu zu sein. Dieser Geist wurde ihr von ihrem Gründer, Bischof Alvaro del Portillo, mitgegeben. Und er ist wiederum nichts anderes als der Widerhall des priesterlichen und apostolischen Eifers des heiligen Josefmaria Escrivá“, erläuterte der Kardinal.
Im Laufe seiner Rede führte er mehrere Textstellen mit Aussagen des Gründers des Opus Dei zur Tätigkeit der Universität an. Er hob hervor, daß der heilige Josefmaria immer die Notwendigkeit betont hatte, moralische Rechtschaffenheit und Liebe zur Freiheit mit dem Respekt vor der Autonomie der vielfältigen Wissensgebiete zu verbinden und auf diese Weise die legitime Freiheit der Dozenten und Forscher zu respektieren. Stets habe er darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, jeglichen Wissenserwerb in den Dienst des Menschen zu stellen.
Weiter sagte er: „Kein Forscher mit wirklich wissenschaftlichem Interesse und, allgemeiner ausgedrückt, kein Christ kann – so der heilige Josefmaria wörtlich – ‚Angst vor der Wissenschaft haben, denn jede wissenschaftliche Forschung, die diesen Namen verdient, zielt auf die Wahrheit“.
Bischof Javier Echevarría, Prälat des Opus Dei und Großkanzler der Universität, bezog sich in seiner Ansprache auf den Horizont der universitären Ausbildung, den er folgendermaßen umschrieb: „Eine vertiefte Kenntnis Gottes und des Menschen, mit dem Ziel, eine persönliche Einheit des Lebens zu erreichen und am Evangelisierungswerk der Kirche mitzuarbeiten, indem man mit den Menschen unserer Zeit ins Gespräch kommt.“
Der Rektor der Universität, Msgr. Mariano Fazio, stellte die Akten des Kongresses „Die Größe des Alltags“ vor, der anläßlich des 100. Geburtstages von Josemaría Escrivá stattgefunden hatte. Es handelt sich um 14 Bände, die von Edizioni Università della Santa Croce (EDUSC) herausgegeben wurden.
Im Verlauf der Feierlichkeiten machte schließlich Msgr. José Luis Illanes die Anwesenden mit den Tätigkeiten und Zielen des Instituto Histórico san Josemaría Escrivá bekannt.

20 Jahre akademische Ausbildung
Auf den Wunsch des damaligen Großkanzlers Bischof Alvaro del Portillo hin verfügte am 9. Januar 1985 die Kongregation für das Katholische Bildungswesen mit dem Dekret Dei Servus die kanonische Errichtung der römischen Sektion der Fakultäten für Theologie und Kirchenrecht der Universität von Navarra, Spanien. In jenem ersten akademischen Jahr der neuen „Römischen Hochschule vom Heiligen Kreuz“, wie sie damals hieß, schrieben sich 41 Studenten aus 22 Ländern ein.
Heute verfügt die Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz über die vier Fakultäten Theologie, Kirchenrecht, Philosophie und institutionelle soziale Kommunikation, und dazu über ein Institut für Religionswissenschaften, das Istituto di Scienze Religiose all’Apollinare. In diesem Jahr sind 1400 Studenten eingeschrieben, die aus 97 Ländern kommen.