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Heiliger Josefmaria
Seine Botschaft

1. freudenreiches Geheimnis. Die Verkündigung

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In seinem Apostolischen Schreiben "Der Rosenkranz der Mutter Gottes", lädt Papst Johannes Paul II. alle Christen zum Rosenkranzgebet ein, damit sie von Maria lernen "die Schönheit des Antlitzes Christi und zu betrachten und die Tiefe seiner Liebe zu erfahren".

Lukasevangelium
"Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden."
Lk 1, 34-35

Texte des heiligen Josefmaria
Vergiß nicht, mein Freund, daß wir Kinder sind. Die Frau mit dem liebenswerten Namen, Maria, ist ins Gebet vertieft.
Du kannst in jenem Haus das sein, was du gern möchtest: ein Freund oder Diener, ein Neugieriger, ein Nachbar... Ich traue mich nicht, überhaupt etwas zu sein. Ich verberge mich hinter dir und betrachte voll Staunen die Szene: Der Erzengel verkündet seine Botschaft... "Quomodo fiet istud, quoniam virum non cognosco?" – Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? (Lk 1,34)
Die Stimme unserer Mutter ruft mir dagegen alle Unreinheit der Menschen in Erinnerung... auch die meine.
Der Rosenkranz

Unsere Mutter ist darin Vorbild, wie sie der Gnade entspricht. Wenn wir ihr Leben betrachten, wird uns der Herr Klarheit schenken, damit wir unser gewöhnliches Dasein vergöttlichen können. Wir Christen denken oft an die Mutter Gottes: im Laufe des Jahres, wenn wir die Marienfeste feiern, wie auch oft mitten im gewöhnlichen Alltag. Wenn wir diese Gelegenheiten nutzen und uns dabei vorstellen, wie Maria den Aufgaben, die uns beschäftigen, nachgehen würde, so werden wir ständig hinzulernen: und schließlich werden wir ihr ähnlich sein wie Kinder ihrer Mutter.
Christus begegnen, 173

Versuchen wir von ihr zu lernen, folgen wir ihrem Beispiel im Gehorsam gegenüber Gott, in dieser unauffälligen Verbindung von Dienen und Herrschen. In Maria ist nichts von jener Haltung der törichten Jungfrauen, die zwar gehorchen, aber ohne zu überlegen. Unsere Liebe Frau hört aufmerksam auf das, was Gott will, erwägt, was sie nicht versteht, fragt, was sie nicht weiß. Dann liefert sie sich ganz dem göttlichen Willen aus: Siehe, ich bin die Magd des Herrn,' mir geschehe nach deinem Wort . Seht ihr das Wunderbare? Maria, die Lehrmeisterin unseres Lebens, zeigt uns hier, daß der Gehorsam gegenüber Gott nicht Unterwürfigkeit ist und das Gewissen nicht unterjocht, sondern er bringt uns in unserem Inneren dazu. die Freiheit der Kinder Gottes zu entdecken.
Christus begegnen, 173

Wenn die Gnade wirksam werden soll, die uns unsere Mutter am heutigen Tage bringt, und wenn wir in jedem Augenblick den Eingebungen des Heiligen Geistes, des Hirten unserer Seele, folgen wollen, dann müssen wir uns ernsthaft aufgefordert fühlen, von uns aus den Umgang mit Gott zu suchen. Wir dürfen uns nicht in der Anonymität verbergen; entweder ist das innere Leben eine persönliche Begegnung mit Gott, oder es gibt kein inneres Leben. Oberflächlichkeit ist nicht Sache des Christen. In unserem asketischen Leben der Routine Einlaß gewähren, würde soviel bedeuten, wie der kontemplativen Seele den Totenschein ausstellen. Gott sucht uns einzeln; und jeder muß Ihm einzeln antworten: Hier bin ich, Herr, denn Du hast mich gerufen.
Christus begegnen, 174

Wie liebenswert ist die Szene der Verkündigung! Wir haben sie oft im Geiste betrachtet: Maria betet, gesammelt, Leib und Seele ganz auf das Gespräch mit Gott gerichtet. Im Gebet erfährt sie den Willen Gottes, und betend läßt sie diesen Willen zum Leben ihres Lebens werden. Vergiß das Beispiel Unserer Lieben Frau nicht!
Die Spur des Sämanns, 481

Betrachten wir nun den erhabenen Augenblick, da der Erzengel Gabriel Unserer Lieben Frau den göttlichen Ratschluß verkündet. Unsere Mutter hört und fragt dann, um ganz zu verstehen, was der Herr von ihr will. Gleich darauf dann die entschiedene Antwort: fiat! - Mir geschehe nach deinem Wort! - als die Frucht der höchsten Freiheit: der Freiheit, sich für Gott zu entscheiden.
Freunde Gottes, 25